Erste Klasse: Berlins Schulen sind komplett
Mit den 41.000 am Sonnabend eingeschulten Schülerinnen und Schülern der ersten Jahrgangsstufe sind die 330.000 Schülerinnen und Schüler an Berlins allgemein bildenden Schulen komplett. Rund 450 neue Lehrerinnen und Lehrer sind bereits seit dem Ende der ersten Augustwoche an den Grundschulen vor Ort und haben so - wie auch die zahlreichen neuen Erzieherinnen und Erziehern - den Start der Schüler vorbereitet.
15.08.2005 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungDie wesentlichen Regelungen zum Schulstart der Schulanfänger lauten:
Nahezu alle der 408 Grundschuleinrichtungen (373 Grundschulen) sind Ganztagsgrundschulen, 64 davon laufen als Gebundene Ganztagsgrundschulen. Damit ist Berlin Klassenprimus in Deutschland. Kinder werden von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr auch nach und vor der eigentlichen Unterrichtszeit kostenlos betreut. Für die Zeit von 6.00 Uhr - 7.30 Uhr, 13.30 Uhr - 16 Uhr oder 13.30 Uhr bis 18 Uhr können bei Bedarf Betreuungsmodule hinzu gebucht werden. An Ganztagsgrundschulen sind Betreuung und Bildung von 7.30 Uhr bis 16 Uhr kostenlos.
Mit der flexiblen Schulanfangsphase ist es allen Schülern möglich die ersten beiden Schuljahre in ein, zwei oder drei Jahren zu durchlaufen. 48 Schulen arbeiten bereits in diesem Jahr in jahrgangsgemischten Gruppen. Bis zum Schuljahr 2007/08 werden es alle sein.
Für die Einrichtung der flexiblen Schulanfangsphase ist die Bandbreite von bisher 23 - 29 Schüler pro Klasse (im Regelfall 26) auf 24 - 28 (im Regelfall 25) verringert worden. Schulen mit einem Anteil von Kindern nichtdeutscher Herkunftssprache über 40 Prozent erhalten für die Schulanfangsphase eine Frequenzzuweisung von 20 Kindern. Sie darf allerdings höchstens bei 23 liegen. Für Schüler mit Sprachdefiziten stehen zusätzlich noch Förderstunden durch das Konzept Deutsch als Zweitsprache (DaZ) zur Verfügung (berlinweit: 700 volle Lehrerstellen).
Warum gibt es dennoch Klassen mit höheren Frequenzen? Der Hauptgrund ist baulicher Art. Nicht überall gibt es genügend Räume oder Räume mit der entsprechenden Größe, um die Frequenz zu erreichen. Sofern die Schulträger aus organisatorischen Gründen die oben genannten Frequenzen nicht einhalten können, werden die Kinder in Doppelsteckung von zwei Lehrern oder in Teilungsstunden gefördert. Die Verteilung dieser Zusatzstunden erfolgt durch die Schulleitung. Auch bei im Ausnahmefall höherer Frequenz gehen zugeteilte Lehrerstunden der Lerngruppe nicht verloren.
Durch das Ganztagsschul-Modell wird es möglich, das zusätzlich auch Erzieherinnen die Lehrkräfte unterstützend in allen Schulen im Unterricht tätig sein werden (Orientierung: maximal zehn Stunden in der ersten Jahrgangsstufe, fünf bis sieben in der zweiten und dritten Jahrgangsstufe).
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