VBE NRW

Es gibt noch viel zu tun

"Dass der eingeschlagene Weg zur Neuordnung des Schulwesens in der Sekundarstufe I notwendig ist, belegen die von der Ministerin auf der Schuljahrespressekonferenz vorgelegten Zahlen", erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE NRW).

02.09.2011 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Die Gemeinschaftsschulen, die jetzt im Modellversuch an den Start gehen, erbringen eine Pionierleistung für die Weiterentwicklung unserer Schulen, insbesondere mit Blick auf die wachsende Heterogenität der Schülerschaft. Letzteres erhöht den Bedarf an zielgerichteter Lehrerfort- und -weiterbildung. In diesem Kontext ist die Erhöhung des Fortbildungsbudgets ein Schritt in die richtige Richtung.

Eine besondere Herausforderung für die Lehrkräfte ist die Schaffung eines inklusiven Schulsystems. Vor diesem Hintergrund betrachtet der VBE mit Sorge, dass immer mehr Stellen, die für Sonderpädagogen ausgeschrieben werden, nicht besetzt werden können. Der VBE erwartet von der Landesregierung, dass vor der für Ende 2011 vorgesehenen Verabschiedung eines Inklusionsplanes keine irreversiblen Fakten geschaffen werden.

Beckmann: "Das Ziel einer inklusiven Schule ist nur zu erreichen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Diese sind zurzeit nicht gewährleistet. Der bestehende gemeinsame Unterricht ist seit jeher chronisch unterfinanziert. Die notwendigen Bedingungen für eine inklusive Schule sind nur durch gemeinsame Anstrengungen von Bund, Ländern und Kommunen zu schaffen. Der VBE unterstützt daher ausdrücklich die Forderung der Ministerin für eine Aufhebung des Kooperationsverbotes zwischen Bund und Ländern".

Die Ankündigung der Ministerin, für Schulleitung an Grundschulen mehr Leitungszeit im Umfang von 340 zusätzlichen Stellen zur Verfügung zu stellen, begrüßt der VBE ausdrücklich. Hier besteht allerdings weiterer Nachholbedarf.

Beckmann abschließend: "Wir setzen darauf, dass die Landesregierung die bisher gezeigte Dialogbereitschaft beibehält. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass neben dem Thema Inklusion die Bereiche Neuordnung der Lehrerarbeit, gerechte Bezahlung und kleinere Klassen weiter ungelöst sind".


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