Flickschusterei mit dem Flexijahr
Die Landtagsgrünen sehen im viel gepriesenen Flexibilisierungsjahr "nur einen weiteren unbeholfenen Versuch des Kultusministeriums, der selbst verschuldeten Drucksituation an Bayerns Gymnasiums mittels Flickschusterei Herr zu werden".
27.08.2013 Pressemeldung Bündnis 90/Die GrünenThomas Gehring, schulpolitischer Sprecher der Fraktion, glaubt nicht an den Erfolg dieses "zum schulpolitischen Konzept hoch stilisierten Sitzenbleibens". Die eigentlichen Probleme an den Gymnasien – den immer noch überfrachteten Lehrplan und die nicht mehr zeitgemäße Fokussierung auf auswendig zu lernende Inhalte statt der Vermittlung von Methoden der Wissensbeschaffung – gehe Spaenle nicht an.
"Ansätze zur individuellen Lernförderungen sind nach wie vor Mangelware", so Thomas Gehring, "darüber können auch die vorgelegten Zahlen zur angeblich verbesserten Lehrer-Schüler-Korrelation nicht hinwegtäuschen." Ob diese zutreffen, könne man insbesondere an der Mittelschule ohnedies erst im Verlauf des Schuljahres feststellen. "Dann kommen nach und nach Jugendliche aus den weiter führenden Schulen hinzu und Klassenkörper mit anfangs 22 SchülerInenn können schnell auf 30 und mehr anwachsen", spricht Thomas Gehring ein grundsätzliches Problem an. Die Stoffvermittlung an solchen "schwierigen und zu großen Mittelschulklassen" sei besonders schwer, die Schere zu den Gleichaltrigen an Gymnasium und Realschule gehe noch weiter auseinander.
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