Bayern

Förderung der einzelnen Schüler steht im Mittelpunkt des bayerischen Gymnasiums

Das Bayerische Kultusministerium setzt beim Gymnasium auf eine Strategie der individuellen Lernzeit in einem verlässlichen pädagogischen Rahmen. Folgende Elemente werden dazu umgesetzt:

02.07.2012 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

  1. Elemente einer individuellen Lernzeit bis zu einem Jahr, um die Stärken der Schüler auszubauen und sie bei der Förderung und Intensivierung zu unterstützen.
  2. eine Überarbeitung des Lehrplans für einzelne Fächer und Jahrgangsstufen auf der Grundlage von über 15.000 Rückmeldungen von Lehrkräften.
  3. den konsequenten Ausbau der gebundenen Ganztagsschulen.
  4. Im kommenden Schuljahr werden an 20 Gymnasien Modelle zur Optimierung der pädagogischen Struktur der Mittelstufe erprobt. Es geht dabei um Fragen der Übergänge, der Unterrichtsversorgung und der Förderung von Schülerinnen und Schülern. In dem durchgängig angelegten Bildungsgang des Gymnasium richtet das Ministerium schon verstärkt von der Mittelstufe aus den Blick auf die Oberstufe.

Die Vorschläge zur Überarbeitung des Lehrplans werden bereits zum Schuljahr 2012/2013 in Kraft gesetzt. Auch die Modelle zur Optimierung der pädagogischen Struktur der Mittelstufe werden bereits ab dem kommenden Schuljahr erprobt.

Das Bayerische Kultusministerium erteilt dem Vorschlag der SPD-Landtagsfraktion zu einer Flexibilisierung der Oberstufe eine klare Absage. Diese Vorstellungen sind nicht mit den Bestimmungen der Kultusministerkonferenz vereinbar und gefährden damit die Anerkennung des bayerischen Abiturs.

Pädagogisch mehr als fraglich sind die Vorstellungen der SPD-Fraktion, dass Schülerinnen und Schüler 36 Wochenstunden in den Jahrgangsstufen 11 und 12 - und damit auch im Prüfungsjahr - besuchen sollen.

In der vergangenen Woche hatten rund 37.000 Schülerinnen und Schüler des zweiten Jahrgangs des achtjährigen Gymnasiums in Bayern die Abiturprüfungen abgeschlossen, die Ergebnisse lagen in etwa im Korridor des Vorjahres. Die Durchschnittnote liegt bei 2,33. Die Prüfung nicht bestanden hatten 3,7 Prozent der Kandidaten. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die eine Durchschnittnote von 1,0 bis 2,0 erreicht haben, liegt bei knapp einem Drittel.


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