Fremdsprachenlernen: Waldorfschulen führen vor Gymnasien
(bikl/iw) Seit diesem Schuljahr wird an allen Grundschulen eine Fremdsprache unterrichtet. Ältere Schüler sind meist im Englischen fit, und die Weltsprache ist auch Favoritin bei Sprachstudenten. Eher einsilbig sind dagegen die Berufsschüler.
23.07.2005 ArtikelSchulen
"Do you speak English?" Diese Frage dürften fast alle Schüler in Deutschland mit "Yes" beantworten. In sieben von zehn Stunden Fremdsprachenunterricht wird die Weltsprache gelernt, sogar jeder dritte Grundschüler paukt sie schon. Französischlektionen machen nur ein Sechstel der Fremdsprachen-Stundentafel aus - Latein und andere Sprachen noch weniger. In zwei Fremdsprachen übt sich fast jeder Schüler an den Freien Waldorfschulen; für das Duo begeistern sich etwa vier von fünf Gymnasiasten, jeder vierte Realschüler und drei von zehn Gesamtschülern.
Berufliche Bildung
An Berufsschulen liegt Englisch als Fremdsprache weit vor Französisch und Spanisch. Doch insgesamt wird nur jedem zweiten Berufsschüler die für internationale Geschäftskontakte und die Globalisierung nötige Zungenfertigkeit vermittelt. Von den Auszubildenden an Berufsschulen im dualen System erhält gar nur jeder vierte Sprachlektionen. Deshalb bieten viele Unternehmen Zusatzqualifikationen bis hin zu Auslandspraktika an. Unterricht in mehr als einer Fremdsprache gibt es vor allem an Fachgymnasien, Berufs- und technischen Oberschulen.
Hochschule
An deutschen Hochschulen entscheidet sich lediglich jeder zwanzigste Student für das Studium einer anderen Sprache. Denn die Chancen, damit sein Geld zu verdienen, sind wenig rosig. Nur Anglisten sind - als Lehrer - wieder gefragt. Englisch führt denn auch mit Abstand die Hitliste der Fremdsprachenstudiengänge an, gefolgt von den romanischen Sprachen. Auf dem dritten Rang liegen außereuropäische Sprachen mit den Schwerpunkten Japanisch und Chinesisch.
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