Ganztagsschule nicht zu Lasten der Unterrichtsversorgung

Die Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt den Ausbau der Ganztagsschulen, verlangt aber eine konkrete Zeitplanung für die Ausstattung der Schulen mit zusätzlichen Lehrerstellen.

21.02.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Es bleibt unklar, woher die versprochenen 1.840 Lehrerstellen für Ganztagsschulen kommen und wann sie zur Verfügung stehen. Da die Schülerzahlen in den Beruflichen Schulen und Gymnasien mindestens in den nächsten zwei Jahren weiter steigen, wird es erst Ende des Jahrzehnts in einem größeren Umfang rechnerisch freiwerdende Lehrerstellen geben können. So lange darf die Landesregierung aber Schulträger, Lehrkräfte, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler, die auf die Ganztagsschule warten, nicht vertrösten", sagte am Dienstag (21.02.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die GEW setzt sich dafür ein, dass der Ausbau von Ganztagsschulen nicht zu Lasten der Unterrichtsversorgung und anderer pädagogischer Projekte gehen darf.

Die GEW nennt die geplanten Nachbesserungen beim achtjährigen Gymnasien eine "Notreparatur". "Die Vorschläge zeigen, wie unzureichend die flächendeckende Einführung des G8 vorbereitet wurde. Dies wird nicht die einzige Baustelle aus der Amtszeit von Schavan bleiben, deren Folgen die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer noch ausbaden müssen", so Dahlem

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GEW Baden-Württemberg

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