Sachsen-Anhalt

GEW fordert Kultusminister zum Handeln auf: Spekulationen beenden und sachliche Debatte in Gang bringen

Im Ergebnis der Klausurtagung des GEW-Landesvortandes am vergangenen Wochenende in Gommern erklärte am heutigen Montag der Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft, Thomas Lippmann: "Nach den vielen Spekulationen der letzten Tage über das Konzept für eine Gemeinschaftsschule in Sachsen-Anhalt erwarten wir endlich klare Aussagen des Kultusministers und den offiziellen Start für eine breite und sachliche Diskussion über dieses wichtige Schulreformprojekt." Er bezog sich dabei auf die seit einigen Wochen durch Indiskretionen genährten Pressedebatten, an denen sich die GEW bisher bewusst nicht beteiligte.

16.01.2012 Pressemeldung GEW Sachsen-Anhalt

"So lange Kultusminister Dorgerloh kein mit dem Koalitionspartner abgestimmtes Konzept zu seinen bildungspolitischen Reformen vorlegen kann, öffnet er wilden Spekulationen Tür und Tor und bietet Angriffsflächen für seine politischen Gegner", sagte Lippmann. Wenn hier nicht schnell und konsequent gehandelt wird, könnte die bei Eltern und Lehrkräften notwendige Unterstützung für das Projekt verspielt werden noch bevor die Pläne überhaupt fertig ausgearbeitet und in der Öffentlichkeit ausreichend bekannt sind. "Man kann Schulreformen, die ohnehin erst langfristig wirksam werden, nicht auf die lange Bank schieben," sagte Lippmann.

Die GEW werde nicht zulassen, dass der bildungspolitische Konsens in den Empfehlungen des Bildungskonvents zur Weiterentwicklung der Schulstrukturen erneut in ideologischen Debatten zerredet wird. Die besonders konservativen Teile der CDU und die Vertreter des Philologenverbandes haben zuletzt erneut gezeigt, dass sie nicht Willens und nicht in der Lage sind, bildungspolitisch etwas hinzuzulernen und die alten "Schützengräben" zu verlassen. Ihnen darf die bisher einseitige öffentliche Meinungsbildung nicht weiter überlassen bleiben.

Die GEW erwartet deshalb ernsthafte Vorschläge aus der Koalition, die zielführend und zum Nutzen des gesamten Bildungssystems diskutiert werden können. Das gilt z.B. auch für das Thema, in allen Schulen das "Sitzenbleiben durch gezielte Förderung zu ersetzen." Dazu, kündigte Lippmann an, werde die GEW in Kürze konkrete Vorschläge unterbreiten.

Ansprechpartner

GEW Sachsen-Anhalt

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