GEW sieht Ministerium auf richtigem Weg
"Mit dem heute vorgestellten Projekt ´Keine(r) ohne Abschluss` befindet sich das Bildungsministerium auf einem richtigen Weg", erklärte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Rheinland-Pfalz, Klaus-Peter Hammer, gegenüber der Presse. Jeder Ansatz zu mehr individueller Förderung von Schülerinnen und Schülern, um damit Schulversagen entgegenzutreten, sei zu begrüßen, so Hammer.
25.08.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung GEW Rheinland-PfalzEs sei hingegen zu spät, das Projekt erst nach dem 9. Schuljahr beginnen zu lassen. "Individuelle Förderung muss in der Sekundarstufe regelmäßig bereits in der 5. Klasse bei allen Schülerinnen und Schülern beginnen und entsprechen ausgebaut werden", meinte Hammer. "Hierzu müssen aber weitaus mehr Lehrkräfte und Sozialpädagogen eingestellt und gezielt zur Förderung eingesetzt werden. Nachhaltige Erfolge sind ansonsten nicht zu erreichen." Der GEW-Vorsitzende forderte nach Ablauf der Projektphase die Ausweitung des Projektes auf alle Schulen und betonte, dass in der Übergangszeit vor allem die Arbeitsweltklassen erhalten bleiben müssten. Auch die Berufsbildenden Schulen müssten bei zukünftiger Planung Berücksichtigung finden.
"Ich hoffe, dass sich in Zukunft noch genügend Fachpersonal auf dem Arbeitsmarkt befindet, um individuelle Förderung und die Qualität des Projektes zu garantieren", gab Hammer zu bedenken. Er verwies in diesem Zusammenhang auf den drohenden Lehrkräftemangel in den kommenden Jahren und auf gegenwärtig bereits vorhandenen Unterrichtsausfall, den die GEW schon heute dramatischer einschätze, als offizielle Verlautbarungen einzuräumen bereit seien.
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