GLEV-Vorsitzender Dammann: Politik muss schnellstens auf Erkenntnisse von OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2007" und Familienatlas 2007 reagieren

Der Vorsitzende der Gesamtlandeselternvertretung (GLEV) des Saarlandes fordert die Landespolitik zu sofortigem Handeln auf. Sowohl der "Familienatlas 2007 und als auch die OECD-Studie "Bildung auf einem Blick 2007" sollten als Alarmsignal verstanden werden. Die Ergebnisse sind Aufforderungen für ein parteiübergreifendes und zügiges Handeln. Politik für Kinder ist eine Aufgabe, die nur im Zusammenspiel aller Politikbereiche gelingen kann", sagt Jörg Dammann.

06.10.2007 Saarland Pressemeldung Gesamt Landes Elternvertretung des Saarlandes (GLEV)

Es sei fatal, auf die demographische Entwicklung mit Einschnitten bei Sport- und Freizeiteinrichtungen oder dem ÖPNV zu reagieren. Junge Menschen brauchen sichtbare Impulse. "Damit sich die Saarländerinnen und Saarländer wieder für Kinder entscheiden, sollten Anreize geschaffen werden. Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist genauso wichtig wie Bildungsgerechtigkeit und gleiche Startchancen für alle Kinder. Eine gute Familienpolitik wird am Geldbeutel gemessen, eine gute Bildungspolitik an den Prüfungsergebnissen und Zeugnissen der Kinder", so der GLEV-Vorsitzende.

Wer heute zu wenig Geld für Jugend und Bildung ausgibt muss später kräftig für Sozialhilfe zahlen. Dammann spricht sich für eine landesweite Sozial- und Armutsberichterstattung und eine detaillierte Analyse der sozialen Situation im Saarland durch eine unabhängige Expertenkommission aus, fordert die Einrichtung von Koordinierungsstellen zur Beratung und Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen bei der Umsetzung familienfreundlicher Maßnahmen und die Schaffung einer Infrastruktur, die ermöglicht, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Konkret hieße dies die Einrichtung von Betriebskindergärten und die Einführung flexibler Arbeitszeiten.

Zudem sollten Eltern von den Kosten für die Lernmittelbeschaffung, des Schülertransportes und schrittweise von den Betreuungskosten befreit werden. Familien mit Kindern sind ohnehin besonders benachteiligt. Dank der Mehrwertssteuererhöhung werden sie beim Erwerb von Kinderkleidung und Nahrungsmitteln, bei den Energiekosten und beim verdienten Urlaub (in der ohnehin teueren Ferienzeit) besonders stark zur Kasse gebeten.

Die Landespolitik sollte schnellstens auf die Erkenntnisse der OECD-Studie "Bildung auf einen Blick und den Familienatlas 2007 reagieren, denn ein Land ohne Kinder ist in jeder Hinsicht ein Land ohne Zukunft (sozial, wirtschaftlich und kulturell).

Mehr Infos: www.elternvertretung-glevsaar.de oder www.lpm.uni-sb.de/eltern


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