GRÜNE: Althusmann vergibt Chance auf Schulkonsens
Die Landtagsgrünen haben die Vorschläge von Kultusminister Althusmann beim zweiten sogenannten Bildungsgipfel als "peinliche Ablenkungsstrategie" bezeichnet. Der Minister habe seine "Oberschule angepriesen wie Sauerbier", sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter heute (Dienstag) in Hannover. "Statt endlich die Abschaffung der Schikanen gegen Integrierte Gesamtschulen zu thematisieren, schwadroniert Althusmann über eine neue Schule, die keiner braucht."
30.11.2010 Pressemeldung Bündnis 90/Die GrünenDer Kultusminister sei offenbar noch immer nicht bereit, den Wunsch vieler Eltern nach Integrierten Gesamtschulen genauso ernst zu nehmen, wie den anderer Eltern nach Gymnasien", kritisierte die Grünen-Politikerin.
Korter: "Für uns gibt es keinen Elternwillen erster und zweiter Klasse! Ein Schulkonsens ist nur möglich, wenn alle Schulformen die gleichen Chancen bekommen."
Trainingseinheit für Althusmann - Letzte Hürde zum Schulfrieden
Unmittelbar vor dem heutigen (Dienstag) Treffen der Verbände und der Landtagsfraktionen mit Kultusminister Althusmann zur Schulpolitik haben die drei schulpolitischen Oppositions-Sprecherinnen mit einer Aktion an die Adresse der Landesregierung gezeigt, wie klein die letzte Hürde für einen Schulfrieden ist. Frauke Heiligenstadt (SPD), Ina Korter (GRÜNE) und Kreszentia Flauger (Linke, in Vertretung für ihre Kollegin Christa Reichwaldt) forderten "Gleiche Rechte für alle Schulformen". Das "in unmittelbarer Bodennähe befindliche Hindernis" sollte leicht zu überwinden sein, meinten die Politikerinnen. ""Ein kleiner Schritt für Althusmann – ein großer Schritt für alle Schüler in Niedersachsen" hieß es auf den Protesttafeln, mit denen die Opposition unterstrich, dass ein Konsens dann möglich ist, wenn die Schulformen gleiche Bedingungen für Errichtung und Ausstattung erhalten.
Flickr-Album - Aktion zum Schulfrieden
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