GRÜNE Niedersachsen

GRÜNE: Minister Althusmann übt sich weiter im Schönreden

Die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter hat dem niedersächsischen Kultusminister vorgeworfen, zum Schuljahresbeginn die Probleme der niedersächsischen Schulen schönzureden. "Althusmann doktert weiter mutlos und ohne Visionen im Schulbereich herum und präsentiert zum neuen Schuljahr lediglich einen Haufen Zahlen", sagte die Grünen-Politikerin am Mittwoch (heute) in Hannover.

17.08.2011 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen

In keinem anderen Bundesland werde ein so geringer Anteil der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in die Regelschulen aufgenommen wie in Niedersachsen. "Aber anstatt drei Jahre nach Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention endlich ein Schulgesetz vorzulegen, das allen Schülern ein Recht auf Inklusion gewährleistet, setzt Althusmann gerade mal vier Regionalbeauftragte für Inklusion ein", kritisierte Korter.

Obwohl der Bildungsmonitor 2011 gerade bestätigt habe, dass Niedersachsen bei der Ganztagsbetreuung von Grundschülern auf dem viertletzten Platz liege, halte Althusmann an seinem gescheiterten Ganztagsschul-light-Modell fest. Althusmann habe keine Antwort auf die Frage, wie die Ganztagsschulen ihr Angebot noch finanzieren sollten, nachdem sie nicht mehr auf billige Honorarverträge zurückgreifen könnten.

Auch beim Ausbau der Krippenplätze gehöre Niedersachsen nach wie vor zu den Schlusslichtern. Es sei inzwischen deutlich abzusehen, dass Niedersachsen bis 2013 die 35Prozent-Quote beim Krippenplatzangebot nicht erreichen werde. Korter: "Aber statt endlich mehr eigenes Geld in die Hand zu nehmen, versucht Althusmann heute, die Verantwortung den Kommunen und dem Bund zuzuschieben."

Die Nachfrage nach den neuen Oberschulen bleibe deutlich hinter den Ankündigungen der Landesregierung zurück. "Schon bisher gab es 250 Haupt- und Realschulen unter einem Dach. Wenn davon jetzt 130 Schulen das neue Türschild 'Oberschule' bekommen, ist das eher mickrig." Das Versprechen, dass diese Schulen jetzt auch einen Weg zum Abitur anbieten können, habe sich weitgehend in Luft aufgelöst. "Die Gesamtschule ist die einzige Schulform, die einen Anstieg der Schülerzahlen vorzuweisen hat. Die Landesregierung muss das endlich zur Kenntnis nehmen und die Hürden für die Neugründung dieser Schulen beiseite räumen", forderte die Schulexpertin der Grünen.

www.gruene-niedersachsen.de


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