GEW Baden-Württemberg

Grüne vergeben Chancen auf bessere Bildungspolitik

"Nach dem viel versprechenden und Hoffnung machenden Beginn der grün-roten Bildungspolitik versperrt sich die Landesregierung 16 Monate nach dem Start die Chance zur Gestaltung einer besseren und modernen Bildungspolitik in Baden-Württemberg. Wenn die Fraktionen der SPD und der Grünen den Sparplänen ihrer Regierung zustimmen, bleibt kein Gestaltungsspielraum für die im Koalitionsvertrag vereinbarten bildungspolitischen Reformen und die Flickschusterei der CDU/FDP-Regierung wird fortgesetzt", sagte am Samstag (13.10.) Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

15.10.2012 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Beim Beginn des landesweiten "Bildungsratschlags" der Grünen in Stuttgart demonstriert heute (13.10.) eine GEW-Delegation gegen die Sparpläne und informiert die Teilnehmer über die Lehrerbedarfsprognose für Baden-Württemberg. Diese hat ergeben, dass es bis 2016 keinen Spielraum für Stellenstreichungen gäbe, selbst wenn nur ein ganz kleiner Teil der versprochenen Reformen umgesetzt würde. Unter dem Motto "Gut angelegt: Geld für Bildung. Qualität statt Kürzungen" macht sich die GEW für die Interessen der Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen stark.

Die GEW kritisiert, dass das Kultusministerium immer noch kein schlüssiges Konzept für die Finanzierung der Gemeinschafts- und Ganztagsschulen, für Inklusion und die Förderung in den Grundschulen vorgelegt hat. "Ich kann nicht verstehen, warum das Kultusministerium Sparmaßnahmen zustimmt. Während offenbar andere Ressorts unangetastet bleiben und zum Beispiel 60 Millionen Euro mehr für das Flicken von Schlaglöchern ausgegeben werden, ist für die Aufnahme von Kindern mit Behinderungen in Regelschulen kein Geld da. Wir erwarten von der Landesregierung, eine starke Lobby für Kinder und Jugendliche und die Beschäftigten in KiTas und Schulen zu sein", sagte Moritz.

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