Gute Resultate in der Hauptschule

"Der VBE freut sich insbesondere über die guten Resultate, die in den Erweiterungskursen der Hauptschulen erzielt worden sind", kommentiert der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann die Ergebnisse der Lernstandserhebungen. "Dass sich die Spitzenergebnisse zwischen den Schulformen teilweise überlappen, zeigt einmal mehr, dass die frühe Aufteilung der Kinder nach vermeintlicher Begabung nicht sinnvoll ist."

11.09.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Dass Hauptschullehrerinnen und –lehrer hervorragende Arbeit leisten und die Kinder fördern, die zum Teil von den anderen Schulformen abgelehnt oder abgeschult worden sind, steht für den VBE außer Zweifel. Sie tun ihr Bestes, um auch den Kindern und Jugendlichen Chancen zu eröffnen, die woanders durch das Raster gefallen sind.

"Nach Auffassung des VBE gibt es aber kein besseres Argument für das längere gemeinsame Lernen als solche Ergebnisse", so Beckmann weiter. "Wenn Kinder die entsprechende Förderung erhalten, entwickeln sie sich und können in der achten Klasse offenbar Leistungen erbringen, die ihnen in der fünften Klasse nicht zugetraut wurden. In einem Schulsystem, das ohne die frühe Verteilung der Kinder auskommt und individuelle Förderung sicherstellt, würde ihnen diese Entwicklung erleichtert, und vielen bliebe das Frustrationserlebnis eines erzwungenen Schulwechsels erspart."

Zu den Lernstandserhebungen in Jahrgangsstufe 3 (VERA) gilt es kritisch anzumerken, dass die Vergleichbarkeit mit den Ergebnissen aus dem Jahr 2007 nicht gegeben ist. Darauf weist die für VERA federführende Universität Koblenz-Landau in ihrem Schreiben an die Schulen hin. Der Test enthielt eine Aufgabe, die Stoff voraussetzte, der in vielen Klassen noch nicht erarbeitet worden war. In dem von der Uni entworfenen Schreiben an die Eltern wird darauf nicht hingewiesen. Diese Information steht Eltern aber unbedingt zu.

"Der VBE ist außerdem der Auffassung, dass ein solches Vorgehen den Sinn zentraler Lernstandserhebungen stark in Frage stellt", so Beckmann. "Der Aufwand für solche Tests ist nur dann zu rechtfertigen, wenn aus ihren Ergebnissen auch Entwicklungen abgeleitet werden können, die wiederum Verbesserungen nach sich ziehen sollen. Ohne Vergleichbarkeit ist das aber kaum zu bewerkstelligen. "


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