Berlin

Hands for Kids - Demokratie für Kinder

Mit Hands for Kids entwickelte das American Jewish Committee (AJC) zusammen mit der Senatsverwaltung für Bildung und dem Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM) ein Modellprojekt, das eine möglichst frühzeitige, aktive Auseinandersetzung von Kindern mit demokratischen Grundwerten anregt. Hands for Kids ist für die Jahrgangsstufen eins bis sechs als Grundwerte-Curriculum angelegt, das die Demokratiekompetenzen fördert, indem es Identität, Selbstbewusstsein und Respekt gegenüber Mitmenschen stärkt. Es ermutigt Schüler, ethische und moralische Gegensätze zu achten, eigene und gesellschaftliche Werteorientierungen zu reflektieren und am demokratischen Entscheidungsfindungsprozess teilzunehmen.

27.09.2010 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

"Durch das Hands-Programm werden Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise angeregt, eigene und gesellschaftliche Werteorientierungen zu reflektieren und sich mit ihnen auseinander zu setzen. So wird Demokratie gelernt, erlebt und erfahrbar", so Claudia Zinke, Staatssekretärin für Bildung, Jugend und Familie.

Einzigartig am "Hands"-Programm ist die direkte Integration in die schulinternen Lehrpläne, was es von außerhalb des Unterrichts angesiedelten Programmen unterscheidet. Die Methoden werden nicht herausgestellt, sondern integrativ angewandt. Das Programm "Hands for Kids" ist in eigenständige Bausteine mit verschiedenen Lerneinheiten gegliedert. Diese bestehen aus einer kurzen Einleitung, die einen Überblick der vermittelbaren Kompetenzen und Werte geben. Daran schließt sich jeweils ein Praxisteil an, der in der Regel aus 2-5 Unterrichtsübungen besteht. Diese Übungen sind bereits im Schulalltag in den Pilotschulen erprobt und in einem gesteuerten Rückkopplungsprozess validiert worden. Mittlerweile arbeiten in Berlin die Jens-Nydahl-Grundschule, (Kreuzberg), die Reinhardswald-Grundschule (Kreuzberg, die Fichtelgebirge-Grundschule (Kreuzberg), die Peter-Paul-Rubens-Grundschule (Schöneberg), die Anna-Lindh-Schule (Wedding) und die Martin-Niemöller-Grundschule (Neu-Hohenschönhausen) mit dem Konzept.

Die Grundpfeiler der partizipatorischen Demokratie, wie sie im "Hands"-Programm vermittelt werden, verbessern die Verständigung und die Zusammenarbeit zwischen Lehrern, Schülern und Eltern sowie der unmittelbaren Umgebung. "Hands" bietet ein wichtiges Instrument zur Schulentwicklung und schafft eine offene und unterstützende Atmosphäre innerhalb und außerhalb der Schulmauern. Teilnehmen können an dem Programm alle interessierten Schulen. Ansprechpartner ist hierfür das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg.


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