Baden-Württemberg

Historischer Höchststand an Lehrerstellen im Land

Die Auswertung des Lehrereinstellungsverfahrens 2010 ist abgeschlossen und liegt nun vor. Baden-Württemberg kann 2010 mit insgesamt 93.557 vollen Lehrerstellen einen historischen Höchststand verzeichnen ([siehe Anlage Tabelle 1](http://bildungsklick.de/datei-archiv/51186/bw_2011-01-31-lehrereinstellung-2010.pdf)). Zum Schuljahr 2010/11 wurden alle freiwerdenden Stellen wiederbesetzt und 1.702 zusätzliche neue Stellen geschaffen. Um die zusätzlichen geschaffenen und die beispielsweise durch Pensionierungen frei gewordenen Stellen zu besetzen, wurden 2010 insgesamt 5.545 Lehrerinnen und Lehrer neu in den Schuldienst eingestellt. Dies ist die höchste Einstellungszahl seit 30 Jahren.

31.01.2011 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

"An Baden-Württembergs Schulen arbeiten trotz sinkenden Schülerzahlen so viele Lehrerinnen und Lehrer wie noch nie. Dies ist ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass Bildung in Baden-Württemberg absolut höchste Priorität genießt. Nur auf diese Weise können wir die Zukunftschancen unserer Kinder und Jugendlichen nachhaltig sichern. An Bildung darf auch in Zukunft nicht gespart werden und die demografische Rendite muss im System bleiben", sagte Kultusministerin Marion Schick.

Grundschulen profitieren

Die hohen Neueinstellungszahlen sind auf die Verkleinerung der Klassen vor allem in den Grundschulen zurückzuführen. Für kleinere Grundschulklassen standen in diesem Schuljahr 810 zusätzliche Neustellen zur Verfügung. "Es ist wichtig, dass wir früh in die Kleinsten unserer Gesellschaft investieren und ihnen von Anfang an beste Startchancen mit auf ihren Bildungsweg geben. Dies ist der erfolgversprechende Ansatz, den wir konsequent verfolgen müssen, um mehr Bildungsgerechtigkeit erreichen zu können", sagte Ministerin Schick. Die Neueinstellungszahlen im Detail auf die Schularten verteilt sind der Anlage (Siehe Anlage Tabelle 2) zu entnehmen.

Lehrkräfte aus anderen Bundesländern gewonnen

Auch in dieser Einstellungsrunde wurden wieder eine Reihe von Möglichkeiten genutzt, um den großen Bedarf an Lehrkräften zu decken. 2010 konnten 297 Lehrerinnen und Lehrer, die ihre Lehramtsausbildung in einem anderen Bundesland abgelegt haben, für den baden-württembergischen Schuldienst gewonnen werden. Dies entspricht rund fünf Prozent aller Einstellungen. Mit insgesamt 155 Einstellungen bilden hierbei Lehrkräfte für Gymnasien und berufliche Schulen die größte Gruppe. Darüber hinaus konnten für den beruflichen Bereich Lehrkräfte gewonnen werden, die eine spezielle Fachkompetenz mitbringen. Von den insgesamt 794 an beruflichen Schulen eingestellten wissenschaftlichen Lehrkräften wurden 204 Direkteinsteiger aus der Wirtschaft, 125 Lehrkräfte mit einer Ausbildung für das Gymnasium, 56 mit einer Ausbildung für das Realschullehramt sowie weiteren 13 Personen mit sonstigen Lehramtsausbildungen eingestellt.

Einstellungschancen nach dem Referendariat stark angestiegen

Die Einstellungschancen von Bewerberinnen und Bewerbern direkt nach dem Referendariat sind 2010 in allen allgemein bildenden Schularten stark angestiegen. Im Grund- und Hauptschulbereich haben sich die Einstellungschancen von 38 Prozent auf 65 Prozent fast verdoppelt. Im beruflichen Bereich liegt die Quote praktisch unverändert auf sehr hohem Niveau von über 90 Prozent. Die Soforteinstellungsquoten in der Übersicht sind der Anlage (Siehe Anlage Tabelle 3) zu entnehmen. "Wir werden auch in Zukunft alles dafür tun, um die Einstellungschancen in den Schuldienst so aussichtsreich wie möglich zu gestalten. Ein erster Schritt dazu war der Beschluss, dass die in den 90er Jahren geschaffenen Stellen mit dem Vermerk ′künftig wegfallend′ in den nächsten Jahren nicht wegfallen werden. Nichtsdestotrotz werden wir aber, aufgrund der diesjährigen vorgezogenen Senkung des Klassenteilers an Grundschulen, aller Voraussicht nach im kommenden Schuljahr den diesjährigen Höchststand der Einstellungszahlen nicht erreichen können", betonte die Ministerin.


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