NRW Schulkonsens

Historischer Tag für die Schulpolitik

"Der Gordische Knoten ist gelöst", kommentiert der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann den zwischen CDU, SPD und Grünen gefundenen Schulkonsens. "Nach mehr als 40 Jahren erbittertem Streit darf der 19. Juli 2011 in der nordrhein-westfälischen Schulpolitik als historischer Tag gelten."

19.07.2011 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Aus Sicht des VBE ist es ebenso vernünftig, die Hauptschule aus der Verfassung zu nehmen, wie auf die Aufnahme anderer Schulformen in die Verfassung zu verzichten. Beides hätte nur die Schulentwicklung weiter blockiert.

Der VBE begrüßt darüber hinaus den Kompromiss, die Gemeinschaftsschule, die künftig Sekundarschule heißen soll, ohne Oberstufe anzubieten, dafür aber im Gegenzug die Gründung von Gesamtschulen mit Oberstufe zu erleichtern.

"Ob die Schule Gemeinschaftsschule oder Sekundarschule heißt, ist aus Sicht des VBE unwichtig", so Beckmann. "Entscheidend ist, welches Angebot sie macht. Wir freuen uns aber sehr, dass nun das Schulkonzept fast 1:1 ins Schulgesetz aufgenommen wird, das der VBE im Jahr 2005 unter dem Begriff "Allgemeine Sekundarschule" in die Diskussion gebracht hat."

Der gefundene Konsens gibt Schulen und Kommunen die Möglichkeit, Schulentwicklung passgenau zu betreiben. Weder die Größe der Kommune noch die Zahl der Schülerinnen und Schüler wird künftig ein Hemmschuh für die gewünschte Entwicklung darstellen. Die zahlreichen Kommunen, die mit Gemeinschaftsschulprojekten in den Startlöchern sitzen, werden nun bald handeln können.

Zu dem gefundenen Konsens gehört auch, dass der Klassenfrequenzrichtwert in der Grundschule schrittweise auf 22,5 gesenkt werden soll und dieser Richtwert künftig in der Sekundarstufe I bei 25 liegen soll. Auch das begrüßt der VBE.

"Die Arbeit in der Bildungskonferenz hat sich ebenso gelohnt wie die zahlreichen Gespräche zwischen den Parteien", so Beckmann. "Nun gilt das Motto: Es gibt viel zu tun, packen wir es an."


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