Bayern

Huber: "So lässt sich der Leistungsgedanke im neuen Dienstrecht nicht umsetzen!"

Auch wenn man sich noch härtere Einsparmaßnahmen vorstellen könnte als die jetzt angekündigten, kann Anton Huber, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbandes, den Einsparvorschlägen nur sehr bedingt Verständnis entgegenbringen, weil im Bereich der Bildung doch gespart werden soll:

09.11.2010 Pressemeldung Verband Reale Bildung

Zahlreiche Vorhaben der Koalitionsregierung werden wegen fehlender Finanzierung auf Eis gelegt, z. B. der weitere Ausbau der Ganztagsschulen an Realschulen, der Abbau der großen Klassen und das Schaffen von jährlich zusätzlichen 1 000 Lehrerstellen. Damit werden die Betreuungsbedingungen an den Realschulen nicht zu verbessern sein und die Realschüler werden wieder einmal damit vertröstet, irgendwann in der Zukunft vielleicht die gewünschten Bedingungen für ihre individuelle Förderung vorzufinden.

Besonders besorgniserregend sei laut Huber aber die Tatsache, dass zum 01.01.2011 zwar das neue, leistungsorientierte Dienstrecht in Kraft treten soll, die darin vorgesehenen Leistungskomponenten jedoch gestrichen bzw. ausgesetzt werden. So trifft die geplante Absenkung der Einstiegsgehälter unsere jungen Lehrkräfte sehr deutlich und die Beförderungsmöglichkeiten bleiben für sie ebenso in weiter Ferne wie nun auch Leistungsprämie oder -zulage. Insbesondere in den naturwissenschaftlichen Fächern kämpft die Realschule seit Jahren um genügend Nachwuchs. Es ist zu befürchten, dass sich die Situation nun deutlich verschärft: Mathematisch-naturwissenschaftliche Talente werden es sich nun dreimal überlegen, ob sie da nicht in die jetzt stark wachsende Wirtschaft einsteigen und dort lukrative Jobangebote annehmen, statt Gehaltskürzungen als Lehrer anzunehmen.

Hubers abschließender Kommentar: "Am Ende treffen die Einsparungen insbesondere unsere Kinder und Jugendlichen und die können wahrlich nichts dafür, dass eine marode Bank gekauft wurde oder Milliardenbeträge im Länderfinanzausgleich in andere Bundesländer gehen, auch weil man sich dort unsinnige und kostspielige Schulstrukturänderungen leistet."

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Verband Reale Bildung

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