Internationale Grundschulstudien IGLU und TIMMS: Trotz guter Leistungen brauchen Grundschulen mehr Ressourcen
Für die GEW sind die heute vorgestellten Ergebnisse der Studien IGLU (Lesen) und TIMMS (Mathematik und Naturwissenschaften) ein wissenschaftlicher Beleg für gute Arbeit und erfolgreiches Lernen in der Grundschule. Die Studie verweise aber gleichzeitig – so die Gewerkschaft - auf altbekannte Defizite und Schwachstellen, die dringend angegangen werden müssten.
11.12.2012 Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen"Kritisch gesehen wird, dass 20 Prozent der Grundschulkinder die unterste Kompetenzstufe nicht erreichen. Außerdem ist der Bildungserfolg und die Schulformempfehlung für die weiterführenden Schulen weiterhin zu stark an die soziale Herkunft der Kinder gekoppelt", monierte GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer in einer ersten Reaktion.
Der Förderbedarf im Lesen liege bei den Kindern deutlich höher als derzeit angeboten. Er könne nur zur Hälfte gedeckt werden. Dies treffe vor allem Kinder mit Migrationshintergrund, deren Leistungen sich zwar verbessert hätten, aber immer noch deutlich zurückliegen. "Wir müssen vor allem in individuelle Unterstützungsmaßnahmen für diese Schülergruppen investieren, sonst gibt es in der weiteren Schullaufbahn nicht aufholbare Probleme", forderte Schäfer. Die Grundschulen seien – so die Kritik der GEW - chronisch unterfinanziert. Den Studien sei zu entnehmen, dass die Ausgaben für den Primarbereich in Deutschland mit 0,6 Punkten weit unter dem Mittelwert der EU-Staaten von 1,2 Punkten liegen.
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