Hamburg: Inzidenzen bei Schülerinnen und Schülern sinken
In der Woche vom 31. Januar bis 6. Februar 2022 wurden vom Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt (HU) in der Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen von 5 bis 9 Jahren 4.092 Infektionen (7-Tage-Inzidenz 4.665) und in der Altersgruppe von 10 bis 19 Jahren 5.928 Infektionen (7-Tage-Inzidenz 3.642) gemeldet.
11.02.2022 Hamburg Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)Damit wurden für rund 3,9 Prozent der insgesamt rund 256.000 Schülerinnen und Schüler Covid-Infektionen gemeldet. Im selben Zeitraum wurden von den Schulen 329 Infektionen von Schulbeschäftigten gemeldet. Dies entspricht rund 0,9 Prozent aller Schulbeschäftigten.
Schulsenator Ties Rabe: „Es ist ein Zeichen der Hoffnung, dass die Anzahl der infizierten Schülerinnen und Schüler im Vergleich zur Vorwoche erstmals abgenommen hat und damit auch die Inzidenzen den schulischen Altersgruppen wieder sinken. Der Höhepunkt der Infektionswelle scheint auch im schulischen Bereich überwunden. Das lässt mich hoffen. Wenn die Inzidenzzahlen weiter zurückgehen, können erste Sicherheitsmaßnahmen an den Schulen auf den Prüfstand. Aber soweit ist es zurzeit noch nicht.“
Auch der Anteil der infizierten Schulbeschäftigten ist nach seinem Höhepunkt von 1,1 Prozent in der Woche vom 17. bis 23. Januar inzwischen wieder gesunken auf aktuell 0,9 Prozent.
Alle Schülerinnen und Schüler testen sich drei Mal wöchentlich mit einem Antigen-Schnelltest als Voraussetzung zur Teilnahme am Präsenzunterricht. Insgesamt werden, zusammen mit den Testungen der Schulbeschäftigen, über 700.000 Schnelltests pro Woche durchgeführt. Kaum ein gesellschaftlicher Bereich wird so systematisch getestet wie Schule, daher werden mögliche Infektionen auch mit hoher Wahrscheinlichkeit schnell erkannt. Das erklärt auch die hohen Infektionszahlen unter Kindern und Jugendlichen. Würden andere Altersgruppen ebenso häufig getestet werden, wäre die Inzidenz sicherlich noch erheblich höher.
Woche | Anzahl Infizierte 5-9 Jahre | Inzidenz 5-9 Jahre | Anzahl Infizierte 10-19 Jahre | Inzidenz 10-19 Jahre |
31.1.-6.2.2022 | 4.092 | 4.665 (-15%) | 5.928 | 3.642 (-18 %) |
24.-30.1.2022 | 4.797 | 5.469 | 7.232 | 4.443 |
17.-23.1.2022 | 4.049 | 4.616 | 6.676 | 4.101 |
10.-16.1.2022 | 1.576 | 1.797 | 3.280 | 2.015 |
Quelle: Daten des Hamburger Instituts für Hygiene und Umwelt (HU)
5-Stufen-Sicherheitskonzept an Hamburgs Schulen
- Hamburgs Schulen haben ein gut funktionierendes 5-Stufen-Sicherheitskonzept für höchst möglichen Corona-Schutz (Maskenpflicht im Schulgebäude, regelmäßige Testpflicht, regelmäßiges Stoß- und Querlüften in Unterrichtsräumen, mobile Luftfiltergeräte, sehr hohe Impfquote bei Lehrkräften, Impfkampagne für Schüler:innen, Kohortentrennung im Schulgebäude, Abstandsregeln). Kaum ein anderer gesellschaftlicher Bereich führt derart konsequent Sicherheitsmaßnahme durch. Wir setzen daher weiterhin darauf, diese sehr hohen Sicherheitsstandards beizubehalten und gleichzeitig den Anteil der geimpften Schülerinnen und Schüler sukzessive zu erhöhen.
- Schülerinnen und Schüler sind die einzige Altersgruppe, die verpflichtend, regelmäßig getestet wird. Damit wird in den jungen Altersgruppen nahezu jede Person getestet und geht bei einem bestätigten Verdacht in die Statistik ein. In anderen Alterssegmenten, insbesondere bei Erwachsenen, wird an keiner Stelle so lückenlos getestet wie bei Schülerinnen und Schülern.
- Kinder und Jugendliche, die zur Schule gehen, sind naturgemäß bislang, verglichen mit der restlichen Bevölkerung, zu einem geringeren Anteil geimpft (aktuell bereits 63,8 % der 12-17-Jährigen).
- Über 21.000 mobile Luftfiltergeräte verbessern in mehr als 11.000 Unterrichts- und Fachräumen der Hamburger Schulen die Raumluft und verringern die Ansteckungsgefahr durch Aerosole. Kein anderes Bundesland erreicht diese Sicherheitsausstattung. Die Schulen sind aufgefordert darauf zu achten, dass die Geräte als Ergänzung zu den vorgeschriebenen Lüftungen eingesetzt werden. (Es besteht gerade unter der Elternschaft oft das Missverständnis, dass insbesondere in der kalten Jahreszeit das Stoß- und Querlüften angesichts der mobilen Luftfilter nicht mehr nötig sei. Das ist NICHT der Fall. Die Luftfiltergeräte sind nur eine zusätzliche Maßnahme).
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