Bayern

Junge Menschen werden durch differenziertes Schulwesen in Bayern besser gefördert als durch Einheitsschule

Die jungen Menschen mit ihren unterschiedlichen Begabungen und Interessen werden durch das differenzierte bayerische Bildungswesen besser gefördert als durch die Einheitsschule, die die SPD seit ihrem Parteitag in Bayreuth propagiert. Damit bezieht das bayerische Kultusministerium Stellung zu den heute im Landtag vorgestellten Überlegungen des SPD-Abgeordneten Martin Güll. Individuelle Förderung statt Einheitsschule lautet die Zielrichtung des Bayerischen Kultusministeriums.

20.09.2010 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

  1. Das differenzierte bayerische Schulwesen bietet nämlich den Schülerinnen und Schülern im Anschluss an die Grundschule nicht nur die Kernschularten Haupt-/Mittelschule, Wirtschafts- und Realschule sowie Gymnasium, sondern in diesen einzelnen Schularten auch verschiedene Schwerpunkte und Zweige. In der Mittelschule z.B. können die Schülerinnen und Schüler einen der drei berufsorientierenden Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales wählen. Vergleichbare Richtungen bzw. Zweige gibt es auch an Realschulen und Gymnasien. Dort werden die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren Neigungen und Begabungen intensiv unterstützt.

  2. Mit der Weiterentwicklung der Hauptschule zur Mittelschule sowie der Organisation von Schulverbünden kann wohnortnah ein hochwertiges Bildungsangebot mit verschiedenen Schwerpunkten gesichert werden.

  3. An den Haupt-/Mittelschulen gibt es seit diesem Schuljahr durch die neu eingeführte Intensivierungsstunde eine Möglichkeit, bereits ab der 5. Jahrgangsstufe zusätzlich nach dem Leistungsvermögen der Kinder differenziert zu fördern.

  4. Die zusätzlichen berufsorientierenden Angebote der Mittelschule und die Modellversuche der Kooperation von Haupt-/Mittelschule und Realschule bzw. Haupt-/Mittelschule und Wirtschaftsschule und die damit verbundenen Neugründungen von Wirtschafts- und Realschulen im ländlichen Raum eröffnen den jungen Menschen in der Region seit dem Schuljahr 2009/2010 neue zusätzliche Chancen auf der Basis des differenzierten Schulwesens.

Mit seinem Vorschlag des SPD-Abgeordneten Martin Güll einer "Gemeinschaftsschule" in kleinräumiger Struktur, die von den Schülerinnen und Schülern nach der 4. Jahrgangsstufe besucht werden soll, will die SPD nur auf Umwegen die Einheitsschule von der 1. bis zur 10. Jahrgangsstufe einführen. Die Bandbreite der differenzierten Förderangebote des bayerischen Schulwesens würde nach dem SPD-Konzept entfallen. Das Kultusministerium setzt auch in Zukunft auf ein differenziertes Schulwesen, bei dem das einzelne Kind im Mittelpunkt steht und für das ein vielfältig differenziertes Bildungsangebot geschaffen wird.


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