Klassenbildung in der Grundschule

Mit Pressedienst vom Dienstag, den 22.04.08, hatte der VBE als Ergebnis seiner landesweiten Umfrage an den Grundschulen die Öffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht, dass es an vielen Schulen in NRW zu einer Klassenbildung mit über 30 Schülerinnen und Schülern kommt.

24.04.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

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Die Landesregierung hat in Folge der Umfrageergebnisse die Bezirksregierungen mit Erlass vom 22.04.08 darauf hingewiesen, dass Klassenbildungen mit mehr als 30 Schüler/innen unzulässig seien. In dem Erlass an die Bezirksregierungen, den der Staatssekretär gezeichnet hat, heißt es:

"… weise ich darauf hin, dass bei der Bildung von Eingangsklassen in der Grundschule die Vorgaben des § 6 Abs. 4 VO zu § 93 Abs. 2 SchulG einzuhalten sind.

Es gilt die Bandbreite von 18 – 30 Schülerinnen und Schülern.

Eine Überschreitung ist nicht zulässig. Eine Unterschreitung der Bandbreite bis auf einen Mindestwert von 15 kann dann von der Schulleiterin oder dem Schulleiter zugelassen werden, wenn der Weg zu einer anderen Grundschule der gewählten Schulart den Schülerinnen und Schülern nicht zugemutet werden kann."

Der VBE begrüßt diese Klarstellung durch das MSW. "Wir erwarten nun," so Udo Beckmann Vorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE NRW), "dass Landesregierung und Bezirksregierungen umgehend dafür Sorge tragen, dass alle Grundschulen personell so ausgestattet werden, dass sie die Stundentafel erfüllen, den Rechtsanspruch auf individuelle Förderung umsetzen und gleichzeitig Klassenbildungen mit über 30 Kindern vermeiden können."

Die Umfrage des VBE, an der sich fast 40 % der nordrhein-westfälischen Grundschulen beteiligt haben, hatte nachgewiesen, dass an 51 der an der Umfrage beteiligten Grundschulen unter Maßgabe der Schulaufsicht, für das kommende Schuljahr Klassenbildungen mit 31 und mehr Kindern vorgesehen sind.

Der VBE wird sorgfältig darauf achten, dass der Erlass des MSW eins zu eins umgesetzt wird.

"Der Erlass des MSW vom 22.04.08 ist ein erster Schritt in die richtige Richtung", Beckmann abschließend. "Der VBE bleibt jedoch dabei, dass angesichts der heterogenen Schülerschaft in der Grundschule auch Klassenbildungen mit 30 Kindern der Vergangenheit angehören müssen. Der VBE fordert die Landesregierung auf, dass die Demografiegewinne genutzt werden müssen, um die Werte für die Klassenbildung deutlich abzusenken."


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