Kultusminister gibt grünes Licht für Entgeltliche Lernmittelausleihe

"Die meisten Schulen haben bereits die wichtigsten Vorbereitungsarbeiten erledigt. Innerhalb eines flexiblen Rahmens können sie nun den Eltern ihrer Schülerinnen und Schüler die Ausleihe von Lernmitteln als Serviceleistung anbieten", teilte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute (14.05.2004) in Hannover mit. Der entsprechende Erlass habe das Anhörungsverfahren durchlaufen. Er liege bereits in den Schulen vor und sei unmittelbar in Kraft getreten.

14.05.2004 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

"Wir haben viele hilfreiche Anregungen und Vorschläge von Schulen aufgegriffen. Sie haben weitgehende Handlungsfreiheit. Insbesondere überlassen wir alle Detailregelungen, die im Erlass nicht ausdrücklich festgeschrieben sind, der Entscheidung vor Ort", hob Busemann hervor. Festgelegt sei, dass die Ausleihgebühr bei etwa einem Drittel des Neuanschaffungspreises der Lernmittel, jedoch nicht über 40 Prozent, festgelegt werden dürfe. Bei mehreren Kindern in Schulen sei ein familienfreundlicher Rabatt von 20 Prozent auf den Ausleihpreis vorgesehen. Ansonsten würden die Ausleihpreise von der Gesamtkonferenz der Schulen unter Einbeziehung der Elternvertretung festgelegt. "Dabei können die Preise sowohl jahrgangsweise, nach Schulstufen oder auch für alle Schülerinnen und Schüler einer Schule in gleicher Höhe beschlossen werden", erläuterte der Minister.

Der Erlass, Hinweise zu seiner Umsetzung sowie die nötigen Formblätter sind im Internet auf den Seiten des Kultusministeriums (www.mk.niedersachsen.de )eingestellt und abrufbar. Eine Software, die den Schulen die Verwaltung der Lernmittel und die Abwicklung des Ausleihverfahrens erleichtert, steht in der nächsten Woche bereit.

"Wir können uns keine Geschenke an alle mehr leisten. Deshalb ist die mit dem Ausleihverfahren umgesetzte Solidarität zwischen Eltern und Schulen die beste Alternative. Sie erleichtert für alle Kinder, unabhängig vom Einkommen der Familie, eine angemessene Bildungsteilhabe", machte Busemann deutlich.


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