Kultusministerin zu SPD-Umfrage zum achtjährigen Gymnasium
Kultusministerin Marion Schick sagte mit Blick auf die von der SPD-Landtagsfraktion in Auftrag gegebene Umfrage zum achtjährigen Gymnasium am Donnerstag (22. Juni 2010) in Stuttgart: "Die Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern können in Baden-Württemberg entscheiden, ob sie ihr Abitur nach acht oder neun Jahren ablegen. Es gibt in Baden-Württemberg die Wahlmöglichkeit und zwar nicht nur auf dem Papier. Jedes Jahr beschreiten viele Realschülerinnen und Realschüler des Landes bereits erfolgreich diesen Weg zum Abitur über die beruflichen Schulen."
22.07.2010 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergSchick wies damit den Vorwurf des SPD-Fraktionschefs Claus Schmiedel zurück, die Landesregierung setze sich über den Willen von Eltern, Lehrern und Schülern hinweg. "Diese Wahlmöglichkeit wird angenommen. 17 Prozent der Schülerinnen und Schüler mit Gymnasialempfehlung entscheiden sich alljährlich für die Realschule und damit für die Option, über die berufliche Schule in neun Jahren eine Hochschulzugangsberechtigung zu erlangen."
"Die anerkannt hohe Qualität unseres baden-württembergischen Abiturs bleibt im achtjährigen Gymnasium erhalten", betonte Schick. "Mit unserem Gymnasium und der Möglichkeit, über die Realschule und berufliche Schule in neun Jahren das Abitur zu erlangen, bieten wir optimale und auf unterschiedliche Lerntypen zugeschnittene Bildungsangebote", erklärte Schick. Nach der Bildungsplanreform sei das baden-württembergische Gymnasium konzeptionell und pädagogisch völlig neu aufgestellt, es biete den Schulen verschiedene Möglichkeiten, Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern. Diese Spielräume gelte es nun zu nutzen statt immer wieder die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern zu verunsichern, hob die Ministerin hervor.
Schon heute wird die Hälfte aller Hochschulzugangsberechtigungen nicht am allgemein bildenden Gymnasium erworben. "Zukunftsaufgabe muss es deshalb sein, die beruflichen Schulen deutlich weiter auszubauen und damit einer größtmöglichen Zahl von Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit zu eröffnen, die Hochschulreife zu erlangen. Damit lösen wir unser Versprechen eines durchlässigen und anschlussfähigen Bildungssystems ein", erklärte Schick weiter.
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