Zumeldung

Kultusministerium zu dpa Meldung " CDU: Gemeinschaftsschulen laufen die Schüler weg"

Das Kultusministerium weist die [Darstellung](http://www.welt.de/regionales/baden-wuerttemberg/article148065860/Gemeinschaftsschulen-laufen-die-Schueler-weg.html) des Abgeordneten Georg Wacker im Zusammenhang mit der Beantwortung einer Landtagsanfrage als unzutreffend zurück. "Die Schlüsse, die Herr Wacker aus den Antworten auf die Landtagsanfrage zieht, sind nicht richtig und auch nicht nachvollziehbar", sagt ein Sprecher des Ministeriums.

27.10.2015 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Richtig ist zunächst, dass die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler sowohl in den Eingangsklassen der öffentlichen Gemeinschaftsschulen als auch in den Gemeinschaftsschulen insgesamt deutlich ansteigt. Während es im Schuljahr 2014/15 rund 11.000 Schüler in den Eingangsklassen gab, sind es im aktuellen Schuljahr rund 14.000. Die Zahl aller Schüler an Gemeinschaftsschulen hat sich damit von rund 20.000 auf insgesamt rund 35.000 erhöht. Dies entspricht einer Steigerung von circa 75 Prozent.

"Dass die Zahl der Schüler an Gemeinschaftsschulen insgesamt ansteigt, ist ein eindeutiger Beleg dafür, dass die Attraktivität dieser Schulart gegeben ist und auch weiter zunimmt", so ein Sprecher. Es ist völlig logisch, dass sich die verschiedenen Standorte unterschiedlich entwickeln, manche auch hinter den ursprünglichen Prognosen zurückbleiben, während andere sich besser entwickeln als prognostiziert. "Das hat vor allem auch damit zu tun, dass das Netz an Gemeinschaftsschulen dichter wird."

Die von der Schulverwaltung bei der Genehmigung eingesetzten Prognosekriterien haben sich bewährt. "Die Schülerzahlen valide zu prognostizieren, ist eine schwierige Aufgabe, auch weil sich die Schullandschaft im Zusammenhang mit der regionalen Schulentwicklung, dem demografischen Wandel und aufgrund des geänderten Schulwahlverhaltens der Eltern sehr dynamisch verhält." Der Abgeordnete Wacker irrt, wenn er angesichts von 271 genehmigten Gemeinschaftsschulen mit rund 35.000 Schülern davon spricht, dass diese Schulart weniger populär sei als von der Landesregierung gewünscht. "Dass den Gemeinschaftsschulen die Schüler weglaufen würden, ist blanker Unsinn. Das belegen schon die vorliegenden Zahlen. Das Gleiche gilt für die Unterstellung, dass kommunale Investitionen in diesen Schulen nicht berechtigt seien. Das sehen auch viele CDU Kommunalpolitiker so wie das Kultusministerium." Kultusminister Andreas Stoch: "Mit dem beginnenden Wahlkampf wird immer deutlicher, was die CDU will: die Gemeinschaftsschulen schlecht reden und das starre gegliederte Schulwesen der Vergangenheit erneut zementieren."


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