Kultusstaatssekretär Bernd Sibler stellt in Forchheim die Schwerpunkte der bayerischen Bildungspolitik vor

2245 zusätzliche Lehrerstellen, 175 zusätzliche Standorte gebundener Ganztagsklassen an Hauptschulen, darunter auch Gräfenberg und Heroldsbach, und eine gute Weiterentwicklung des achtjährigen Gymnasiums zum kommenden Schuljahr - für Kultusstaatssekretär Bernd Sibler sind das wichtige Bausteine, um die Bayerns Schüler künftig noch besser zu fördern. Dies unterstrich er heute in Forchheim. Er ging auch auf die Entwicklung in dem oberfränkischen Landkreis ein.

13.06.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Kinder frühzeitig fördern

Kultusstaatssekretär Sibler verwies auf den Grundsatz "Auf den Anfang kommt es an". Die Kinder müssten bereits im Kindergartenalter nachhaltig gefördert werden. Dies gelte auch für die Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund. Im kommenden Schuljahr weitet der Freistaat Bayern deren sprachliche Förderung im Vorschulalter von 160 Stunden auf 240 Stunden aus. In rund 1700 Gruppen an bayerischen Grundschulen, deren pädagogische Arbeit im Mittelpunkt der Diskussion bei der Bildungskonferenz im Anschluss an die Pressekonferenz in Forchheim stand, werde im kommenden Schuljahr die Mittagsbetreuung von derzeit ca. 13.30 Uhr auf ca. 16 Uhr ausgeweitet.

"Beste Bildung für alle" bedeutet für den Freistaat, dass die Schülerinnen und Schüler begabungsgerecht im gegliederten Schulwesen und bestmöglich an jeder Schule gefördert werden, so Bernd Sibler. Deshalb hatte z.B. Minister Schneider die Hauptschulinitiative 2006 auf den Weg gebracht. Das Kultusministerium verfolgt, so Staatssekretär Sibler, damit das Ziel, dass alle Schüler die Hauptschule mit der Ausbildungsreife verlassen sollen. Wichtige Elemente sind eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, die Modularisierung wichtiger Fächer und der beschleunigte Ausbau gebundener Ganztagsklassen an Hauptschulen.

Die sechsstufige Realschule hat sich in Bayern sehr gut bewährt, unterstrich Staatssekretär Sibler. Um dort die Klassenstärke weiter zu reduzieren, stellt der Freistaat im kommenden Schuljahr 200 zusätzliche Lehrerstellen zur Verfügung.

Lehrplan gekürzt - Qualität erhalten

Kindgerecht und leistungsorientiert zugleich stellt sich das achtjährige Gymnasium in Bayern dar, so Staatssekretär Sibler. In enger Abstimmung mit der Landes-Elternvereinigung, dem Philologenverband und der Direktorenvereinigung hätten Minister Schneider und er eine maßvolle Reduzierung der verpflichtenden Stunden und eine Kürzung des Lehrstoffs für das kommende Schuljahr durchgesetzt.

Mit 86 zusätzlichen Lehrerstellen und 20 zusätzlichen Pflegekräften kann auch die Situation an Förderzentren mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung weiter verbessert werden. Außerdem werden an 30 Förderzentren gebundene Ganztagsklassen eingerichtet, darunter auch am Sonderpädagogischen Förderzentrum Forchheim.

"Unser Schulsystem ist durchlässig"

Im kommenden Schuljahr können Schülerinnen und Schüler in Bayern flächendeckend über die Berufliche Oberschule die fachgebundene und allgemeine Hochschulreife erwerben, informierte Staatssekretär Sibler. Gegenwärtig böten Bamberg, Erlangen, Fürth und Nürnberg Standorte einer 13. Klasse an der Fachoberschule. Die Möglichkeit für jeden Meister und Techniker, an einer Fachhochschule studieren zu können, unterstreicht die Gleichwertigkeit allgemeiner und beruflicher Bildung.

Bayerns Schüler nehmen zwar bei der internationalen PISA-Studie unter den bundesdeutschen Schülern den Spitzenplatz ein. Aber für Staatssekretär Sibler beschränkt sich die Schule nicht nur auf Weitergabe von Kenntnissen und Fertigkeiten. Für ihn steht der Anspruch der Bayerischen Verfassung auf ganzheitliche Bildung im Mittelpunkt der Arbeit mit Schülern: "Die Schulen sollen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden" (Art 131 Bayer. Verfassung). "Ich will, dass die Schulen Werte vermitteln. Deshalb habe die Regierung die Initiative ,Werte machen stark´ ins Leben gerufen", so der Staatssekretär.


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