Landessieger des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen 2006 im Böblinger Lise-Meitner-Gymnasium gekürt
Am Mittwoch (5. Juli) fand zum zweiten Mal die baden-württembergische Landespreisverleihung für den "Bundeswettbewerb Fremdsprachen" in der Sekundarstufe I statt. Die Schülerinnen und Schüler wurden für ihre Einzel- und Gruppenleistungen ausgezeichnet. Seit 1995 beteiligen sich Kinder und Jugendliche aus Baden-Württemberg mit großem Erfolg an dem bundesweiten Wettbewerb.
05.07.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergJunge Sprachtalente der Klassen 8 bis 10 können in insgesamt zwölf Fremdsprachen gegeneinander antreten und müssen sich im Einzelwettbewerb sieben Aufgabenteilen stellen: Hörverstehen, kreatives Schreiben, Landeskunde, Leseverstehen, Wortergänzung, freies Sprechen und Lesen. In Latein müssen die Schülerinnen und Schüler zusätzlich einen Text übersetzen. Dabei gehen die sprachlichen Anforderungen weit über die des schulischen Unterrichts hinaus.
Das Ziel des Gruppenwettbewerbs ist es, gemeinschaftlich eine fremdsprachliche Produktion in Form eines Videos, eines Theaterstücks oder eines Hörspiels auf die Beine zu stellen. Hierzu sind die Klassenteams der Jahrgangsstufen 6 bis 10 aufgerufen.
Die Landessieger treffen einmal im Jahr bei einem Sprachenturnier zusammen, um sich mit den Teilnehmern aus ganz Deutschland zu messen. Die ersten Landespreisträger im Gruppenwettbewerb sind bereits vom 22. bis 24. Mai 2006 beim bundesweiten Sprachenturnier in Berlin für Baden-Württemberg angetreten. Auf Grund der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft wurde dieses Sprachenturnier in diesem Jahr von Juni auf Mai vorgezogen. Sechs Landessieger des Einzelwettbewerbs werden vom 27. bis 30. September ins bayerische Neudettelsau reisen und dort Baden-Württemberg beim Sprachenfest vertreten.
Der Vertreter des Kultusministeriums, Ministerialdirigent Konrad Horstmann, würdigte den Wettbewerb als wesentliches Element der Begabtenförderung in der Bundesrepublik Deutschland und lobte den Erfolg der baden-württembergischen Kinder und Jugendlichen auf Bundesebene. "Junge Menschen mit besonderen Begabungen brauchen zusätzliche, über die Inhalte des Bildungsplans hinausgehende Angebote und Anregungen", sagte Horstmann. Das Gesamtkonzept für den Fremdsprachenunterricht an baden-württembergischen Schulen trage den Erfordernissen der Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts Rechnung. Die Grundschule lege die Fundamente für das frühe Sprachenlernen. Die weiterführenden Schulen griffen das Erlernte auf und erweiterten den Spracherwerbsprozess systematisch und differenzierend. Das Ziel sei die Vermittlung einer Sprachlernkompetenz, die die Schülerinnen und Schüler zu lebenslangem Lernen befähigen solle. Horstmann betonte, dass der Bundeswettbewerb Fremdsprachen eng mit den Bildungsplänen der Schulen im Land verflochten sei. "Die kreativen fremdsprachlichen Aktivitäten wie freies Sprechen und Hörverstehen stärken den Anwendungsbezug und sind wichtige Bestandteile beim Erwerb von kommunikativen Kompetenzen. In den projektorientierten Arbeiten des Gruppenwettbewerbs sind neben den sprachlichen Fähigkeiten auch Teamfähigkeit und soziales Lernen sowie organisatorische Fähigkeiten und Fertigkeiten gefragt. Die Schülerinnen und Schüler werden dazu motiviert, eigenständig an fremd- oder auch selbst gestellten Aufgaben zu arbeiten. Diese Kompetenzen zu erwerben ist ebenfalls ein Ziel unserer neuen Bildungspläne."
Als Anerkennung bekommen die Sieger Urkunden, die vom Schirmherren, Kultusminister Helmut Rau MdL, unterzeichnet wurden sowie Geldpreise, Sprachreisen bzw. Lexika. Die Gruppen, die mit dem ersten Landespreis ausgezeichnet wurden erhalten 200 Euro. Im Einzelwettbewerb erhalten die ersten Landessieger 150 Euro, die Zweiten 75 Euro und ein Lexikon. Die Dritten bekommen einen Bücherscheck im Wert von 50 Euro überreicht.
Anhang:
Liste der Landespreisträger 2006 in der Sekundarstufe I (.doc)
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