LEV Gymnasien gegen ein G 7 durch die Einführung eines 5. Grundschuljahres
"Die Landeselternvertretung der Gymnasien im Saarland hat sich in ihrer letzten Vollversammlung klar gegen die weitere Verkürzung der Gymnasialzeit durch die Einführung eines 5. Grundschuljahres ausgesprochen" erklärt der Vorsitzender der LEV Gymnasien Joachim Klesen. "Was die Schülerinnen und Schüler dringend brauchen, sind Investitionen in die Verbesserung des bestehenden Gymnasiums und nicht noch eine Reform. Die aktuellen Probleme vor Ort wie Unterrichtsausfall und fehlende Lehrkräfte müssen gelöst und nicht neue Probleme durch eine grundlegende Umstrukturierung geschaffen werden. Die Leidtragenden davon sind unsere Kinder."
07.12.2009 Pressemeldung Gesamt Landes Elternvertretung des Saarlandes (GLEV)Klesen weist darauf hin, dass nach Einführung des G8 und einer neuen gymnasialen Oberstufe jetzt eine Überarbeitung der Lehrpläne dringend und vorrangig ist, nochmalige grundlegende Strukturänderungen aber zu einer weiteren Verzögerung führen. "Die begonnen Lehrplanarbeit liegt wegen den Wahlen bereits mehrere Monate auf Eis. Ein längeres Zuwarten ist im Interesse der Kinder nicht vertretbar" erklärt Klesen. Die Kosten und Energien, die eine Schulstrukturänderung nur für ein Schuljahr mit sich bringt, stehen völlig außer Verhältnis zu dem in Aussicht gestellten Nutzen. "Wir brauchen die Investitionen und Anstrengungen viel dringender bei der Lehrplanumgestaltung, der Reduzierung der Klassengrößen und der Umsetzung individueller Förderkonzepte im Pflichtunterricht, und nicht nur in zusätzlichen Förderstunden," so Klesen.
Auch in der Sache selbst sieht die LEV Gymnasien eine Verlängerung der Grundschulzeit als problematisch an, da schon jetzt das erreichte Niveau der Schülerinnen und Schüler bei dem Wechsel in die Klassenstufe 5 bei gleichen Noten von Grundschule zu Grundschule stark differiert. Dieser Effekt würde durch ein weiteres Grundschuljahr noch verstärkt. Die jetzige Klassenstufe 5 am Gymnasium bietet zudem für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich auf die neue Klassengemeinschaft und die Anforderungen einzustellen. Dafür wäre in einer verkürzten Gymnasialzeit ab Klassenstufe 6 keine Zeit mehr, abgesehen von den Problemen die die dann schon rasch einsetzende Pubertät mit sich bringt.
"Eine Strukturänderung durch Einführung eines G7 lehnen wir entschieden ab und werden uns dem auch im Interesse unserer Kinder mit allen erforderlichen Mitteln widersetzen. Wir fordern die Politik auf, die Investitionen wirklich in die Bildung unserer Kinder und nicht in Strukturreformen zu stecken. Davon haben unsere Schülerinnen und Schüler keinen Gewinn", so Klesen.
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