LSV fordert die Abschaffung von Kopfnoten

Die LandesschülerInnenvertretung NRW (LSV) will am 24. November in Dortmund auf ihrer Delegiertenkonferenz Aktionen gegen die umstrittenen Kopfnoten auf den Zeugnissen einleiten.

14.11.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung LandesschülerInnenvertretung NRW

"Kopfnoten gehören nicht in dieses Jahrhundert", erklärte Horst Wenzel aus dem LSV-Vorstand. "Sie stellen für uns nur ein weiteres Disziplinarmittel dar", so der Landesschülervertreter. Damit reagiert der Vorstand auf die Forderungen vieler Schülervertretungen in Nordrhein-Westfalen, auf die Landesregierung Druck aufzubauen, die chaotischen Zustände in den Klassen zu bessern. "Der Unterricht leidet aktuell dramatisch unter der Benotungswut des Ministeriums. Lehrer und Schüler sind mit dem unsinnigen Kontrollmittel überfordert", heißt es in einer Stellungnahme der LSV.

Das Argument der Schulministerin Barbara Sommer (CDU), mit Kopfnoten könne man das Engagement der Schülerinnen und Schüler viel besser darstellen, wies Wenzel zurück. Er bekräftigte: "Noten sollen nicht treibende Kraft für Engagement sein, sondern das Interesse am Unterrichtsstoff". Dafür müsse der Unterricht inhaltlich und methodisch interessanter und die Lehrer müssten jugendfreundlicher werden.

Wie wenig tauglich die Kopfnoten seien, ergebe sich auch daraus, dass für sie durch das Schulministerium die Noten 1 bis 4 festgelegt wurden. Das herkömmliche Notensystem reiche aber von den Noten1 bis 6. Da die "Kopfnote" 4 mit den Fachnoten 5 und 6 vergleichbar sei, ergebe sich für Schüler, Eltern und die zukünftigen Ausbilder in Wirtschaft und Verwaltung ohnehin kein klares Bild für Leistungsbereitschaft und Sozialverhalten.

Weitere Informationen: www.lsvnrw.de


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