Meidinger: "Rein ökonomische Rezepte taugen nicht für die Schule!"
Große Zweifel hat der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, ob die an der Wirtschaft orientierten Handlungsempfehlungen des Aktionsrates Bildung für eine Qualitätsoffensive an deutschen Schulen taugen.
08.03.2007 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)Gleichzeitig wies er die Kritik der Wissenschaftler an deutschen Lehrern zurück, diese hätten "durchschlagende Vorurteile gegenüber Migrantenkindern" und hielten "Unterricht von der Stange".
"Eine Privatisierung des Bildungswesens, wie sie der Aktionsrat vorschlägt, würde zu einer eklatanten Benachteiligung strukturschwacher Regionen führen, weil diese dann nicht mehr so viele qualifizierte Lehrer bekämen, wie die Schulen in Ballungsgebieten. Dies würde Bildungsungerechtigkeit verstärken und nicht abbauen!" sagte Meidinger.
Heftig wandte sich der DPhV-Chef gegen die Forderung der Wissenschaftler, den Zugang zur Universität massiv für Nicht-Abiturienten zu öffnen. Dies würde, so Meidinger, die ohnehin zu hohen Studienabbruchquoten noch weiter in die Höhe treiben.
Dagegen wertete der Verbandsvorsitzende die Forderung nach höheren staatlichen Bildungs-ausgaben als positiv. Auch die Vorschläge für eine stärkere Vernetzung von Gymnasien und Universitäten halte er für sehr interessant.
- Aktionsrat Bildung bestätigt nachträglich den Nassen Schwamm des VBE
- GEW: "Kein Weg für mehr Bildungsgerechtigkeit"
- "Es lohnt sich in die Weiterentwicklung der bayerischen Hauptschulen zu investieren"
- "Voll daneben – grob fahrlässig – zynisch" - Lehrerverbandschef Kraus zum "Aktionsrat Bildung" der bayerischen Wirtschaft
- Aktionsrat Bildung fordert Rechtsanspruch auf Krippenplatz und mehr Ganztagschulen
Keine Kommentare vorhanden