Ministerium weist Kritik der GEW zurück

Zur heutigen Pressekonferenz der GEW zum Stand der Umsetzung der Bildungsplanreform erklärt das Kultusministerium:Das Ministerium weist die Kritik der GEW mit Nachdruck zurück. Die Bildungsplanreform ist sorgfältig und mit genügend Vorlauf vorbereitet, so dass die Schulen für den Start im Herbst gut gerüstet sind.

19.07.2004 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Die Umfrage der GEW ist nicht repräsentativ für alle Lehrkräfte, da mehr als vier Fünftel der Teilnehmer selbst GEW-Mitglieder sind. Frage und Antwort findet hier nahezu in einem geschlossenem System statt. Zudem steuert die Art der Fragen auch die Art der Antworten. Immerhin kommt aber auch die GEW zu dem Schluss, dass die Mehrheit der Umfrageteilnehmer die Fortbildungskonzeption für gut halten.

Die Bildungsplanreform - schon vor den Ergebnissen der Pisa-Studie initiiert - wurde nicht am Grünen Tisch konzipiert, sie kommt aus den Schulen heraus und wurde von Schulpraktikern seit dem Jahr 2001 entwickelt und seit 2002 in mehr als 600 Erprobungsschulen mit positiven Resultaten getestet. Von einer übereilten Reform ohne Beteiligung der Betroffenen kann also keine Rede sein. Seit 2001 wurden die Schulen in einer Vielzahl von Informationsveranstaltungen (unter anderem Foren, Schulleitertagungen, Kongresse, regionale Fortbildungen) systematisch und umfassend mit der Bildungsplanreform vertraut gemacht. Alle Beteiligten hatten die Möglichkeit, sich aktiv in die Diskussion und die Entwicklung der Bildungsstandards einzubringen. In Anhörungen wurden Lehrer, Eltern, Schüler, Verbände, Hochschulen und sonstige Partner beteiligt.

Zu Beginn der neuen Schuljahres wird es keine "Stunde Null" geben, da die Bildungsstandards zunächst nur die Klasse 1 und 2 der Grundschule, sowie 5 (Gymnasien) beziehungsweise 5 bis 7 (Haupt-, Realschulen) betreffen. Darauf aufbauend werden die Reformelemente organisch in die weiteren Klassenstufen hineinwachsen.

Das Kultusministerium warnt davor, Elemente der Reform wie die neuen Fächerverbünde im Vorfeld zerreden zu wollen, bevor sie überhaupt flächendeckend greifen. Die Erfahrungen aus den Erprobungsschulen zeigen, dass diese neuen Ansätze in ihrem ganzheitlichen Ansatz wegweisend sind.

Elmar König
Pressesprecher

Pressestelle

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