„Mit den Reformen gleichzeitig anfangen“
„Wir sollten nicht deutsch-perfektionistisch sein und warten bis die Lehrerausbildung besser wird, sondern mit allen Reformen gleichzeitig anfangen“, erklärte heute Professor Dr. Konrad Schröder von der Universität Augsburg.
01.03.2005 ArtikelDer Bundesvorsitzende des Fachverbandes Moderne Fremdsprachen (FMF) stellte heute auf der didacta in Stuttgart ein Schulbuch vor, mit dem der Diesterwegverlag neue Wege im Englischunterricht gehen will.
Nachdem die Kultusministerkonferenz im vergangenen Sommer die Bildungsstandards für die Hauptschule verabschiedet hatte, sind auch neue Prüfverfahren notwendig, um das Können der Schüler zu beurteilen. Je nach Bundesland werden sie Lernstandserhebungen oder Vergleichsarbeiten genannt. Diese Prüfungen werden landesweit einheitlich durchgeführt und beinhalten moderne Testverfahren wie zum Beispiel Gruppenprüfungen.
Auf diese veränderten Prüfungsformen sollen die neuen Englischbücher von Diesterweg vorbereiten . Dazu gehört auch, dass die Schüler lernen, sich selbst, ihr Wissen und Können zu beurteilen. Fähigkeiten, die mit dem Begriff Diagnosekompetenz beschrieben werden.
40-80 % des schulisch Gelernten, so Professor Schröder werden wieder vergessen. Und das sei gerade für das Fremdsprachenlernen fatal. Schließlich handele es sich bei den heutigen Schülern um die erste Generation, die nicht ohne Fremdsprachen auskommen werde. Die Basis dafür, so Schröder, müsse in der Schule gelegt werden. Hier müssten die Schüler auf autonomes Lernen vorbereitet werden, das sie dann lebenslang eigenständig fortsetzen können. Dass leider viele Lehrer auf diese Lernformen nicht vorbereitet seien, so Schröder, sei bekannt. Deswegen dürfe man allerdings nicht auf die besser ausgebildeten Lehrer warten, sondern bereits jetzt mit gut ausgebildeten Pädagogen das Mögliche angehen.
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