Neuer Patenatlas für Migranten

Kinder und Jugendliche aus Migrantenfamilien sollen es leichter haben beim Start in Schule, Ausbildung und Beruf. rden. Dafür engagieren sich viele Menschen in ehrenamtlichen Bildungspatenschaften. Der Patentatlas der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung zeigt, wo es Patenprojekte gibt.

10.07.2008 Pressemeldung Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Die Staatsministerin für Integration Maria Böhmer will Bildungspatenschaften für Kinder und Jugendliche aus Migrantenfamilien stärker unterstützen.

"Viele Begabungen von Migrantenkindern liegen brach, weil sie nicht gefördert werden", so Böhmer. Um diese Kinder und Jugendlichen in Schule und Beruf zu unterstützen, hat die Staatsministerin den Patenatlas veröffentlicht.

Das Beste aus 166 Projekten

Der Atlas nimmt die Erfahrungen aus 166 bereits bestehenden Patenschaftsprojekten auf, um diese künftig besser zu vernetzen und zu koordinieren. Gleichzeitig wirbt die Broschüre für mehr bürgerschaftliches Engagement werben und soll dazu beitragen, regionale Lücken des entsehenden Netzwerkes zu schließen.

Die Chancen dafür stehen gut: Derzeit entdecken besonders viele Menschen ihr Interesse an den Patenschaften. Zwei Drittel der Projekte im Patenatlas wurden allein in den vergangenen vier Jahren gegründet. Rund 5.100 Patinnen und Paten begleiten hier mehr als 15.000 Interessierte. Das sind Kinder und Jugendliche, aber auch Eltern oder Geschäftsleute, die den Jugendlichen berufliche Perspektiven bieten möchten.

Wegbegleiter bis in den Beruf

Die Projekte sollen Menschen vor allem in drei Lebensabschnitten erreichen:

  • Lesepaten helfen schon Kindern beim Deutschlernen und ermöglichen so einen guten Start in die Schule.
  • Weitere Angebote unterstützen Jugendliche beim Schulabschluss und der Berufswahl.
  • Und schließlich sollen Unternehmerinnen und Unternehmer ausländischer Herkunft für die duale Ausbildung gewonnen werden.

Der Patenatlas ist Teil der "Aktion zusammen wachsen". Sie bietet eine zentrale Informationsdrehscheibe, Evaluation und finanzielle Unterstützung für die Begegnung von Migrantinnen und Migranten mit Einheimischen. Die Aktion hilft, die Ziele aus dem Nationalen Integrationsplan umzusetzen. Eines dieser Ziele ist es, bis zu 10.000 neue Ausbildungsplätze zu schaffen.

Kontext:


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden