Neues Schuljahr startet: Bildung bleibt oberste Priorität
Die ersten Berliner Schulen beginnen mit dem Startchancen-Programm. Dies teilte Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, mit. Außerdem informierte sie über den aktuellen Stand zu Schülerzahlen, Schulplätzen, Lehrkräftegewinnung und -bindung sowie zur Umsetzung der Schulgesetznovelle.
30.08.2024 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie„Vor über einem Jahr haben wir uns drei Ziele gesetzt: neue Schulplätze zu schaffen, die Bildungsqualität zu steigern und dem Lehrkräftemangel entgegenzuwirken. Trotz der herausfordernden Haushaltslage haben wir bereits erste Erfolge erzielt und werden diesen Weg konsequent fortsetzen. Bildung bleibt unsere oberste Priorität“, erklärte Katharina Günther-Wünsch auf der traditionellen Pressekonferenz vor dem Start ins neue Schuljahr. Dabei wolle sie die Bildungsqualität in Berlin weiter steigern und die Bildungsgerechtigkeit verbessern.
Das Startchancen-Programm sei hier ein zentraler Baustein, weil es benachteiligten Schüler/-innen über zehn Jahre gezielte Unterstützung, insbesondere in Deutsch und Mathematik, biete. Im neuen Schuljahr startet es an 59 Berliner Schulen, die nach Kriterien wie „Armut“ und „Migration“ sowie Ergebnissen der Vergleichsarbeiten ausgewählt wurden. Förderschulen und berufliche Schulen sind ebenfalls einbezogen. Erste Maßnahmen umfassen die Einführung eines Lese- und Mathebands.
An den öffentlichen und privaten allgemeinbildenden Schulen steigt die Schülerzahl auf 404.690 (23/24: 397.307) und überspringt damit erstmals seit 25 Jahren die 400.000er-Grenze. Davon starten 37.070 Schulanfänger/-innen ihre Schullaufbahn, 78.310 Schüler/-innen besuchen eine berufliche Schule bzw. ein Oberstufenzentrum. Neben den Schülerzahlen steigt auch die Zahl der Schulplätze. Insgesamt werden im Schuljahr 2024/25 rund 11.500 Schulplätze durch Neubau- und Erweiterungsmaßnahmen geschaffen.
Die Gewinnung und Bindung von Lehrkräften bleibt ein zentrales Anliegen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Seit dem 1. November 2023 wurden über 3.000 Lehrkräfte neu eingestellt. Auch der Verbeamtungsprozess konnte beschleunigt werden, von knapp 12.000 Antragsteller/-innen wurden bereits 3.300 verbeamtet. Belastbare Aussagen zur Gesamtausstattung sind erst nach der Schnellabfrage zum Schuljahresbeginn möglich.
Das pädagogische Fachpersonal soll darüber hinaus durch digitale Instrumente und Prozesse entlastet sowie in Fällen von Diskriminierung und Mobbing stärker unterstützt werden.
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