Bayern

Nicht nur Lehrer, auch Sekretärinnen fehlen!

An den bayerischen Gymnasien droht nicht nur massiver Unterrichtsausfall durch den chronischen Lehrermangel, auch in den Schulsekretariaten herrscht großer Mangel. Viel zu viele Stellen sind nicht besetzt. Der Bayerische Philologenverband fordert deshalb das Kultusministerium auf, dringend für Abhilfe zu sorgen und auf die Bezirksregierungen einzuwirken, die notwendigen Stellen zur Verfügung zu stellen. Nur so kann ein reibungsloser Ablauf des Schulalltags sichergestellt werden und gewährleistet werden, dass auch die Zusatzbelastung durch den doppelten Abiturjahrgang angemessen bewältigt wird. Damit die Gymnasien den an sie gestellten Ansprüchen gerecht werden können, braucht es nicht nur gut qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch Schulsekretärinnen in ausreichender Anzahl!

31.01.2011 Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)

Bereits jetzt sind im Vergleich zu den Richtwerten der KM-Richtlinien über die Soll-Besetzung der Sekretariate an den Gymnasien in Bayern 175 volle Stellen nicht besetzt. Allein auf Grund der geltenden Wiederbesetzungssperre dürfen im laufenden Schuljahr an 15 Gymnasien Sekretariatsstellen nicht besetzt werden. Die für dieses Schuljahr zur Verfügung gestellten € 500.000 für die Aufstockung bestehender Verträge reicht bei Weitem nicht aus, um wirklich spürbare Abhilfe zu schaffen.

Besonders gravierend ist der Umstand, dass es darüber hinaus für die Gymnasien bislang keine Sonderregelungen in den Sekretariaten gibt, um die durch den doppelten Abiturjahrgang zusätzlich anfallenden Arbeiten aufzufangen. Die Arbeitsbelastung der Schulsekretärinnen ist bereits jetzt enorm. Neben den Büroarbeiten und der Funktion als Telefonzentrale sind die Sekretariate beispielsweise auch Anlaufstelle für während des Unterrichts erkrankte Schülerinnen und Schüler. An größeren Schulen vergeht wohl kaum ein Vormittag, an dem nicht immer wieder Schreibtischarbeiten unterbrochen werden müssen, um sich um kranke Schülerinnen und Schüler zu kümmern.

Für den Inhalt verantwortlich: Wolfram Janke, Pressereferent des bpv, E-Mail: , Tel. 0172/8483399


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