Niedersächsische Lehrkräfte erhalten Einblick in das pädagogische Programm der Autostadt

Einen Info-Reader mit Handreichungen für Lehrerinnen und Lehrer haben heute (Donnerstag, 26. August 2004) das Niedersächsische Kultusministerium und die Autostadt GmbH vorgestellt. Der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann und der Geschäftsführer der Autostadt, Otto Ferdinand Wachs, konnten Schulleiterinnen und Schulleiter innovativer Schulen aus Niedersachsen zur Präsentation der mehrere hundert Seiten umfassenden Handreichungen begrüßen.

26.08.2004 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

"Mit diesem Reader wollen wir einen Überblick geben, welche praxisbezogenen und fächerübergreifenden Lehr- und Lernangebote die Autostadt zum Themenkreis Mobilität anbietet", sagte Otto Ferdinand Wachs in seiner Begrüßungsrede. Neben der Präsentation des Readers gewährten die Veranstalter einen ausführlichen Blick in das pädagogische Programm der Autostadt. Bei einem Rundgang durch die Lernorte MobiVersum, WerkStadt sowie das MobilitätsDeck konnten die Gäste erfahren, was sich hinter dem pädagogischen Dreistufenmodell "Erleben – Erfahren – Erinnern" der Autostadt verbirgt. Schülerinnen und Schüler des zwölften Jahrgangs der Wilhelm-Raabe-Schule, Lüneburg, stellten Arbeitsergebnisse eines medienorientierten Moduls zum Thema Mobilität vor. "Mit diesem Beispiel möchten wir verdeutlichen, wie spannend die projekt-bezogenen Angebote der Autostadt sind", unterstrich Carmen Scher, Leiterin der Inszenierten Bildung der Autostadt.

Den Hintergrund der pädagogischen Arbeit der Inszenierten Bildung in der Autostadt bildet ein Ende 2002 geschlossener Kooperationsvertrag zwischen den beiden Partnern. Sein Ziel ist es, den Lernbereich Mobilität didaktisch auf der Basis des niedersächsischen Curriculums Mobilität, das die herkömmliche Verkehrserziehung abgelöst hat, zu vertiefen. "Die Verkehrserziehung, aus der heraus der Lernbereich entwickelt wurde, hat in der Vergangenheit eine bedeutende Aufgabe erfüllt", sagte Busemann. "Der Lernbereich Mobilität bereitet jedoch auf neue Herausforderungen vor.

Das Thema Mobilität steht für eine umfassende Sichtweise, die Verkehr, Beruf, Bildung, und Freizeit mit einbezieht, und dem Nachhaltigkeitsgedanken Rechnung trägt", begründete der Kultusminister die Zusammenarbeit.

Auf der Grundlage des Kooperationsvertrages hat sich im Frühjahr des Jahres 2003 eine Arbeitsgemeinschaft konstituiert. Sie setzt sich aus Lehrkräften der Curriculum-Kommission Mobilität, externen Wissenschaftlern sowie Mitarbeitern der Autostadt zusammen. Ihre Aufgabe besteht darin, Elemente des Curriculums praxisbezogen umzusetzen und mit den Angeboten der Inszenierten Bildung der Autostadt zu vernetzen. Der Info-Reader mit den Handreichungen für Lehrerinnen und Lehrer ist das erste Ergebnis der Arbeitsgemeinschaft, das einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Mit dieser neuen Form der Zusammenarbeit möchten das Niedersächsische Kultusministerium und die Autostadt der Lehrerbildung neue Impulse für den fächerübergreifenden Unterricht bieten und Schülerinnen und Schülern jeder Altersklasse die vielfältigen Aspekte menschlicher Mobilität vermitteln. "Die Lehrkräfte, die mit dem Reader arbeiten werden, sind herzlich eingeladen, die Weiterentwicklung der Handreichungen in ihrem Sinne und vor dem Hintergrund ihrer Erfahrung zu gestalten", betonte Dr. Maria Schneider, Kreativdirektorin der Autostadt.

Im Zentrum der Inszenierten Bildung wie auch der Autostadt stehen nicht die Produktion von Automobilien oder der Autoverkehr, sondern ein sehr viel größeres und fundamentaleres Thema: die menschliche Mobilität in all ihren Ausprägungen, physischer, virtueller oder psychischer Art. Im Sinne des Curriculums Mobilität und auf der Grundlage der Empfehlungen der Kultusministerkonferenz von 1994 definiert die Autostadt Mobilität als ein menschliches Grundbedürfnis, das in besonderem Maße gesellschaftlichen Verantwortungsprozessen unterliegt. Dabei tritt in der Autostadt das jeweils individuelle Verhältnis zu Mobilität in den Vordergrund.


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