Olbertz begrüßt Südabitur

Nach einem Treffen der Kultusminister aus Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Vorbereitung länderübergreifender Abituranforderungen in München erklärte heute Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz: "Ich sehe in der Verabredung der fünf Schulminister einen wichtigen Schritt auf dem Weg in ein gemeinsames Länderabitur."

14.04.2008 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Für die Mitteldeutschen Länder hatte sich Olbertz schon mehrfach für entsprechende Initiativen ausgesprochen. "Für mich steht das Streben nach gemeinsamen Qualitätsansprüchen für das Abitur, nach mehr Vergleichbarkeit und damit auch mehr Bildungsgerechtigkeit für einen modernen Föderalismus, der hohe Maßstäbe vereinheitlicht und dennoch Selbständigkeit und Wettbewerb der Länder zulässt." Einheitliche Abituranforderungen kämen der Mobilität der jungen Menschen bei ihrem Einstieg in ein Studium zugute.

Ein "Zentralabitur" dagegen sei für ihn indiskutabel, "denn dann bräuchte man eine Zentrale, die wir uns nicht wünschen". Statt dessen gehe es um ein ländergemeinsames Abitur, auf das sich die Länder verständigten und die Maßstäbe dafür auch gemeinsam formulierten. Anfangen wolle man mit Deutsch und Mathematik, da hier bereits ein hohes Maß an Übereinstimmung in den Anforderungen unter den beteiligten Nachbarländern bestehe.

Nach dem Zeitpunkt der Einführung gefragt erklärte Olbertz, der Termin hinge mit der Umsetzung des G8-Modells in Bayern und Baden-Württemberg zusammen, also mit der 12-jährigen Schulzeit bis zum Abitur. Dies sei neben den Bildungsstandards Voraussetzung für die notwendige Angleichung der Strukturen und Abläufe in der Gymnasialen Oberstufe. "Auf dieser Grundlage rechnen wir in unserem Verbund mit einem gemeinsamen Abitur in Deutsch und Mathematik ab dem Schuljahr 2012/13". Vorher könnten bestimmte Elemente des Länderabiturs, zum Beispiel Aufgabenpools für die schriftlichen Prüfungen, in den mitteldeutschen Ländern bereits erprobt werden. Sachsen-Anhalt hatte im Schuljahr 2006/2007 als erstes deutsches Bundesland die Umstellung vom 13-jährigen auf das 12-jährige Abitur absolviert.

Experten aus den fünf Bundesländern werden jetzt eine Arbeitsgruppe bilden und noch im Verlauf des Jahres Eckpunkte für gemeinsame Abituraufgaben in Deutsch und Mathematik erarbeiten.


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