Philologen-Verband: Ganztägige Unterrichtsangebote an Gymnasien erfordern deutlich mehr personelle und sächliche Ressourcen
Ausdrücklich begrüßt der Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen, dass Ministerin Barbara Sommer dem Wunsch des Verbandes nachkommt, auch Gymnasien, dort wo gewünscht, ein Ganztagsschulangebot zu ermöglichen. Ein solches pädagogisches Angebot ist sinnvoll und wird bereits in einer Reihe von Kommunen nachgefragt. Es stellt eine Bereicherung des Schulangebotes dar und kommt insbesondere auch den Elterninteressen entgegen. Nach wie vor muss dieses Angebot aber ein freiwilliges sein und darf den Schulen nicht verordnet werden.
07.01.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Philologenverband NRW (PhV NRW)Notwendig ist, den verstärkten ganztägigen Unterrichtsangeboten an Gymnasien Rechnung zu tragen. Der Philologen-Verband fordert daher die Landesregierung auf, wegen der Unterrichtsverdichtung an Gymnasien für Schülerinnen und Schüler die notwendigen Lehrerstellen zur Verfügung zu stellen. Die Kommunen müssen gleichermaßen Verantwortung für die Über-Mittag-Betreuung tragen.
"Die zusätzlichen Betreuungsaufgaben während der Mittagspause für Gymnasiallehrerinnen und –lehrer verlangen allerdings eine entsprechende Anrechnung auf das Pflichtstundendeputat der Lehrkräfte", stellt Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes, fest.
Das zur Kenntnisnehmen der Schulrealitäten ist ein guter Schritt in die Schulpolitik für das Jahr 2008 aus Sicht des Philologen-Verbandes. Den Ankündigungen müssen aber umgehend Taten folgen.
Keine Kommentare vorhanden