Philologenverband empört über Einknicken von Althusmann
Empört hat der Philologenverband Niedersachsen auf das erneute Einknicken von Kultusminister Althusmann gegenüber den Forderungen der Gesamtschullobby reagiert.
29.10.2010 Pressemeldung Philologenverband Niedersachsen (PhVN)Die Erlaubnis zur Einrichtung von vierzügigen integrierten Gesamtschulen, mit denen nach Ausführungen des Sprechers der Staatskanzlei jetzt auf breiter Front zu rechnen sei, sei eine Kampfansage gegen das Gymnasium und gegen ein leistungsfähiges Schulwesen, erklärte der Vorsitzende der Lehrerorganisation, Horst Audritz. Damit werde Althusmann zum Erfüllungsgehilfen des praktisch schon gescheiterten Volksbegehrens der bildungspolitischen Linken. Das Gymnasium werde nach den jetzigen Plänen des Kultusministers hinsichtlich der personellen und sächlichen Ausstattung gegenüber Gesamtschulen und der neu einzuführenden Oberschule krass benachteiligt, obwohl es nach allen Untersuchungen die leistungsfähigere Schulform darstelle. Außerdem sei es unsinnig, angesichts des Rückgangs der Schülerzahlen einerseits eine Straffung des Schulangebots zu fordern, andererseits immer neue Schulformen zuzulassen.
"Grundsätzlich brauchen wir überhaupt keine neuen Gesamtschulen", so Audritz. Außerdem müsse das jetzt vorgestellte Konzept der "Oberschule" deutlich verändert werden. Audritz sagte eine heiße Diskussion über die Pläne des Ministers auf dem in vier Wochen stattfindenden Philologentag voraus.
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