Fachtagung

PISA - Bilanz eines Jahrzehnts

Gemeinsam mit etwa 250 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Bildungspraxis und Bildungsverwaltung zogen heute PISA-Forscherinnen und -Forscher eine positive Bilanz über ein Jahrzehnt PISA-Studien. Zur Fachtagung hatten das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und die Gesellschaft zur Förderung Pädagogischer Forschung (GFPF) eingeladen.

12.01.2011 Pressemeldung DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

"Nach 10 Jahren PISA kann eine kontinuierlich positive Entwicklung im deutschen Bildungssystem festgestellt werden. Und es zeigt sich nun die eigentliche Stärke von PISA, die nicht allein im internationalen Ranking, sondern in einer regelmäßigen Erfassung von Lernergebnissen und somit in der Beschreibung der Entwicklung von Bildungssystemen über eine lange Zeit liegt", zog Professor Eckhard Klieme vom DIPF Bilanz. Unter seiner Leitung hat das DIPF PISA 2009 federführend in Deutschland durchgeführt.

"Die ausgebuchte Tagung zeigt das große Interesse an dem durch PISA angestoßenen bildungspolitischen und gesellschaftlichen Diskurs", freute sich Bernd Frommelt, Präsident der gastgebenden GFPF. Die Teilnehmenden umfassten Lehrerinnen und Lehrer, Verantwortliche aus Bildungsverwaltung und Bildungspolitik sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gleichermaßen und repräsentierten damit fast alle Gruppen, die sich mit Schule und Bildung befassen. "So hat die Tagung dazu beigetragen, den Austausch zwischen Schulforschung und Schulpraxis weiter zu befördern", so Frommelt.

Die vorgestellten Ergebnisse der Forscherinnen und Forscher zeigen: Bildung ist nicht nur stärker in den Fokus des Interesses aller Beteiligten gerückt, das Schulsystem in Deutschland hat offensichtlich auch auf den ´PISA-Schock´ reagiert. "So hat Deutschland im letzten Jahrzehnt einen strategisch wichtigen Schritt getan, indem ein Qualitätssicherungssystem mit Bildungsstandards, Vergleichsarbeiten und externer Schulevaluation aufgebaut wurde. Dabei stehen die Qualität des Unterrichts und der Lernprozesse sowie die individuelle Förderung im Vordergrund – und nicht nur ein Leistungswettbewerb", erklärte Klieme.


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