Preis des Präsidenten der italienischen Republik: Die besten italienischen Schüler Deutschlands in Berlin ausgezeichnet

"Die vier Preisträgerinnen und Preisträger sind Beispiele dafür, was eine gute Förderung ausmachen kann", betonte Kultusminister Helmut Rau MdL bei der Preisverleihung in der italienischen Botschaft in Berlin.

18.10.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Die gute Zusammenarbeit mit der italienischen Botschaft ermögliche es, die Potenziale der italienischen Schülerinnen und Schüler zu erkennen, zu fördern und den richtigen Weg für eine gelingende Bildungs-karriere zu ebnen, sagte Rau. Die Gewinner des Medaillenpreises werden über ein Verfahren ermittelt, das insbesondere die Leistungssteigerung von einem Schuljahr auf das andere berücksichtigt.

Eine bedeutsame Stütze für die schulische und gesellschaftliche Integration könne, so der Kultusminister, der italienische muttersprachliche Unterricht sein. Die Förderung dieses Unterrichtsangebots durch Landeszuschüsse soll den Kindern und ihren Eltern signalisieren, dass sie in ihrer sprachlichen und kulturellen Identität in Baden-Württemberg willkommen sind. Ein gutes Beispiel für eine konstruktive pädagogische Kooperation zwischen deutschen und italienischen Lehrkräften sei die Johann-Peter-Hebel-Schule in Bretten, die die junge Preisträgerin in der sechsten Klasse besucht.

Insgesamt nahmen 10059 Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg im Schul-jahr 2005/06 am italienischen muttersprachlichen Unterricht in 955 Unterrichtskursen teil.

Die Kooperation, so Rau, werde in Zukunft noch intensiviert. An drei Grundschulen in Baden-Württemberg (Stuttgart, Pforzheim, Calw) werde ein Tandemunterricht eingerichtet, in dem Kinder eine kontinuierliche und nahe am Regelunterricht orientierte För-derung erhalten werden. Außerdem unterhält Baden-Württemberg bereits seit den 90er Jahren drei bilinguale deutsch-italienische Grundschulzüge. Darüber hinaus bieten über 150 Gymnasien im Land Italienisch als Unterrichtssprache an. An mehr als 50 Gymnasien wird Italienisch als dritte Fremdsprache unterrichtet. Seit diesem Schuljahr hat das Königin-Katharina-Stift in Stuttgart im Rahmen eines Schulversuchs mit einem ersten bilingualen deutsch-italienischen Gymnasialprofil gestartet.

Die Preisträgerin lebt seit 1999 in Deutschland und hat ab dem 5. Lebensjahr begon-nen, deutsch zu lernen. Im Abschlusszeugnis der Grundschule hatte sie einen Notendurchschnitt von 3,0 erzielt. Im Jahreszeugnis der Klasse 5 wird der Preisträgerin attestiert, dass sie "beim selbstständigen Arbeiten zielstrebig, exakt und konzentriert vorgehe". Durch ihren Leistungswillen verbesserte sie ihre Durchschnittsnote am Ende von Klasse 5 auf 2,3.


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