"Realschule vermittelt jungen Menschen zeitgemäße Bildung"

Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat heute beim 22. Bayerischen Landesrealschultag in Bad Wörishofen ein deutliches Bekenntnis zur Realschule abgegeben. "Die Realschule vermittelt zeitgemäße Bildung", betonte der Minister vor Lehrkräften und Elternvertretern der rund 350 Realschulen in Bayern. "Keine andere Schulart hat sich die Synthese von Allgemeinbildung und Vorbereitung auf die Berufswelt, von Bildung und Ausbildung so entschieden zum Prinzip gemacht wie die Realschule - mit großem Erfolg!"

24.11.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Ich stehe zum vielfältig differenzierten Schulwesen in Bayern"

Dr. Spaenle bekräftigte sein Bekenntnis zu einem "vielfältig differenzierten Schulwesen" mit den Kernschularten Haupt-, Realschule und Gymnasium und betonte sein Ziel, das Schulwesen im Freistaat noch durchlässiger zu gestalten.

Für den Minister fungiert die Realschule "immer auch als ein Vorreiter bei der Schaffung neuer wegweisender Bildungsangebote" - zum Wohl der Kinder und Jugendlichen. Eigens erwähnte der Minister in diesem Zusammenhang die Wege begabungsgerechter Förderung der Kinder und Jugendlichen wie die Talentklassen für stärkere Schüler und speziellen Förderunterricht für schwächere Schüler sowie den bilingualen Sachfachunterricht. Für den Kultusminister legt die Realschule den "Grundstock für leistungsfähigen Fachkräftenachwuchs" und trägt zu einer starken und wettbewerbsfähigen Wirtschaft bei. Sie bereite die Jugendlichen aber auch auf eine weitere schulische Qualifkation, etwa auf die Hochschulreife an der Beruflichen Oberschule, sehr gut vor. Ausdrücklich dankte er den Lehrkräften für deren unermüdlichen Einsatz für die ihnen anvertrauten jungen Menschen. Er werde sich als Dienstherr in der politischen und gesellschaftlichen Diskussion vor sie stellen.

Minister Spaenle wies darauf hin, dass er den Abbau der Klassenobergrenze konsequent fortsetzen werde, um die Lern- und Arbeitsbedingungen weiter zu verbessern. Er setze sich für den schulartübergreifenden Ausbau der Ganztagsschulen ein und wolle auch für die Realschulen eine nennenswerte Mobile Reserve einführen.

Gegenwärtig besuchen gut 230.000 Schüler die Realschulen in Bayern.

"Es geht nicht um eine Fusion von Haupt- und Realschule"

Mit Blick auf die Vereinbarung im Koalitionsvertrag von CSU und FDP zur Erprobung der Zusammenarbeit von Haupt- und Realschulen an einzelnen Standorten sagte Minister Spaenle: "Es geht nicht um die Zusammenlegung oder Vermischung von Haupt- und Realschule." Der Modellversuch müsse als Beitrag verstanden werden, die individuelle Förderung und die Durchlässigkeit des bayerischen Schulwesens weiter zu optimieren. Bis zum Jahresende werden die Rahmenbedingungen für die Kooperation von Haupt- und Realschulen an den Modellstandorten präzisiert, kündigte der Minister an. "Qualität gehe bei der Entwicklung dieser Kriterien vor Geschwindigkeit", denn es gehe bei schulischer Bildung um Kinder.


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