Realschullehrerverbandsvorsitzender Huber: bundesweit Unverständnis gegenüber Schulstrukturvorschlägen bayerischer Parteien
"Nicht nur in Bayern, bundesweit – ob Erfurt oder in Homburg (Saar) – sind den Lehrern die wiederkehrenden Aufrufe zu Schulstrukturänderungen in Bayern, wie gerade wieder nach den Herbstklausursitzungen, unverständlich. Sollen bayerische Schüler nun auch noch zu Versuchskaninchen werden?", so sei die allgemeine Reaktion, betont der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbandes, Anton Huber. Viele stellten nun die Frage, was genau die Parteien eigentlich für Bayern wollen: "besser als in Bayern", so sei man in anderen Bundesländern der Meinung, "geht es doch kaum".
26.09.2011 Pressemeldung Verband Reale BildungHuber erklärte weiter: Umso unverständlicher ist es, dass bestimmte Parteien versuchen, sich durch das Schlechtreden der bayerischen Schulen politisch zu profilieren. Realistische und effektive Vorschläge zur weiteren Verbesserung des leistungsfähigen bayerischen Schulwesens seien hingegen nicht in die politische Meinungsbildung eingebracht worden.
Fündig könnten die bayerischen Politiker aber an anderer Stelle werden, meint Huber, und fordert die bayerischen Politiker auf, die mahnenden Worte Papst Benedikts in seiner Rede vor dem Bundestag zu verinnerlichen: "Natürlich wird ein Politiker den Erfolg suchen, der ihm überhaupt die Möglichkeit politischer Gestaltung eröffnet. Aber der Erfolg ist dem Maßstab der Gerechtigkeit, dem Willen zum Recht und dem Verstehen für das Recht untergeordnet. Erfolg kann auch Verführung sein und kann so den Weg auftun für die Verfälschung des Rechts, für die Zerstörung der Gerechtigkeit." Die Bildungsgerechtigkeit in Bayern darf nicht ebendieser Vanitas zum Opfer fallen, schließt Huber.
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