Rechtsextreme haben in unseren Schulen nichts zu suchen
Der Bayerische Philologenverband (bpv) ist entsetzt über das Ansinnen der NPD-Jugendorganisation, am 07. Januar 2012 am Landshuter Hans-Leinberger-Gymnasium ihren Landesjugendkongress abhalten zu wollen. Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands Max Schmidt erklärte in München: "Schulen sind zwar nicht politikfreier Raum, dürfen aber auch nicht zum Feld politischer Auseinandersetzung werden. Und gerade Parteien wie die NPD, deren Verfassungstreue in Frage steht, haben in Schulen nichts, aber auch gar nichts zu suchen. Angesichts rechtsradikaler Schmierereien an Schulen muss hier eine klare Grenze gezogen werden und für Parteien wie die NPD müssen Schultüren geschlossen bleiben!"
01.12.2011 Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)Generell ist der Bayerische Philologenverband der Auffassung, dass es für Parteiveranstaltungen geeignetere Orte als Schulen gibt und man daher darauf verzichten sollte, sie für Parteiveranstaltungen herzugeben. "Politische Veranstaltungen", so Schmidt, "haben auf einem Schulgelände nichts zu suchen!" Der Vorsitzende erinnerte in diesem Zusammenhang an Art. 14 Abs. 3 des Bayerischen Schulfinanzierungsgesetzes: "Über die Verwendung des Schulvermögens für schulfremde Zwecke entscheidet unter Wahrung der schulischen Belange der zuständige Sachaufwandsträger im Benehmen mit dem Schulleiter" und stellte fest: "Zu schulischen Belangen gehört auf jeden Fall die parteipolitische Neutralität." Freilich, so Schmidt weiter, entschieden viele Sachaufwandsträger in der Praxis über die Köpfe von Schulleitern hinweg über die Nutzung von Turnhallen, Sportplätzen und Aulas. Was aber hinsichtlich von Sportveranstaltungen und Bürgerversammlungen oder der Verwendung als Wahllokal sicherlich kein Problem ist, hat bei Parteipolitik seine klare Grenze. "Parteipolitik hat in einer Schule keinen Platz und steht deren Bildungsauftrag diametral entgegen!", betonte Schmidt.
Keine Kommentare vorhanden