MINT-Fächer

Rheinland-pfälzische MINT-Strategie wird konsequent weitergeführt

Um junge Mädchen und Frauen stärker für MINT zu interessieren und insgesamt Nachwuchskräfte zu fördern, sollen unter anderem die frühkindliche MINT-Bildung sowie der Mathematik-Unterricht gestärkt und Paten- und Mentoringsysteme ausgebaut werden.

21.12.2021 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz
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„Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind Bereiche, die für die großen Herausforderungen unserer Zeit zentral sind. Das sehen wir nicht nur ganz aktuell in der Corona-Pandemie, das sehen wir auch bei der Digitalisierung und der Bekämpfung des Klimawandels. In Rheinland-Pfalz haben wir deshalb bereits 2016 die MINT-Strategie ins Leben gerufen, die in den vergangenen fünf Jahren dafür gesorgt hat, dass Rheinland-Pfalz sich auf den Weg macht, ein starkes MINT-Land zu werden. Was als Initiative begonnen hat, hat sich dabei zu einer landesweiten Strategie ausgewachsen, die nicht nur bundesweit, sondern auch international für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Künftig wird unser Fokus darauf liegen, Mathematik und Biotechnologie noch stärker zu fördern sowie Mädchen und junge Frauen für die MINT-Fächer zu begeistern“, sagte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig anlässlich des 5. Runden Tisches MINT, der am Montagnachmittag als Videoschalte stattfand. Ebenfalls zugeschaltet waren die beiden Co-Sprecher des Nationalen MINT Forums, Edith Wolff, Vorständin der Vector Stiftung, sowie Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutschen Telekom Stiftung.

„Junge Menschen brauchen Vorbilder. Starke Frauen, wie beispielsweise Özlem Türeci, sind enorm wichtig für junge Mädchen und Frauen. Sie zeigen, dass Frauen in einem traditionell sehr männerdominierten Bereich erfolgreich sein können“, erklärte Hubig.

Dazu passend wird auch das Thema Biotechnologie in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle spielen. „In Zusammenarbeit mit der BASF werden unseren Schulen im nächsten Jahr zwei weitere mobile Genlabore zur Verfügung stehen“, kündigte die Ministerin an. Darüber hinaus werde die MINT-Strategie stärker mit der Digitalstrategie des Landes verzahnt.

Als weiteren Aspekt nannte Hubig die Bedeutung der MINT-Bildung für den Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). „Um dem Klimawandel entschieden entgegenzutreten, brauchen wir junge Menschen, die zukunftsfähig denken und handeln können, und aus deren Reihen dann hervorragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler und Fachkräfte kommen.“

Ministerin Hubig freute sich besonders darüber, dass die MINT-Förderung auch im Koalitionsvertrag der Ampelregierung im Bund aufgeführt ist: „Das ist ein wichtiges Signal für die bundesdeutsche MINT-Förderung. Auf Initiative und unter Leitung von Rheinland-Pfalz haben wir 2019 bereits eine Arbeitsgruppe in der Kultusministerkonferenz (KMK) ins Leben gerufen, in der sich alle 16 Bundesländer und der Bund gemeinsam um die MINT-Förderung kümmern und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit ausloten“, so die Ministerin, die sich in diesem Zusammenhang sehr auf den Vortrag „MINT in Bund und Ländern: Strategien, Perspektiven, Handlungsfelder“ von Herrn Dr. Winter freute.

Abschließend bedankte sich die Ministerin sehr herzlich bei allen Beteiligten des Runden Tisches: „Der Erfolg unserer MINT-Strategie ist nur gemeinsam mit Ihnen und dank Ihrer tatkräftigen Unterstützung möglich. Dafür danke ich Ihnen sehr herzlich.“ Dazu gehöre auch die 2018 gegründete MINT-Geschäftsstelle in Trier, die im nächsten Jahr verstetigt und von den Ministerien für Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft finanziert wird.

Zusätzliche Informationen

Die MINT-Initiative des Bildungsministeriums startete im November 2016 mit dem Ziel, eine Gesamtstrategie inklusive einer passgenauen MINT-Förderung entlang der Bildungskette für alle Regionen in Rheinland-Pfalz zu entwickeln. Handlungsfelder waren und sind dabei die systematische Erfassung der MINT-Aktivitäten aller Partnerinnen und Partner in Rheinland-Pfalz, die Entwicklung von MINT-Regionen, die Vernetzung der Angebote entlang der Bildungskette sowie die Weiterentwicklung von Paten- und Mentorensystemen. Als Querschnittsaufgabe wurden die Förderung von Mädchen sowie die sich in allen Bereichen bietenden Möglichkeiten der Digitalisierung definiert.

Der Runde Tisch MINT ist eng mit dem Ovalen Tisch zur Fachkräftesicherung verzahnt. Zu diesem gehören die Staatskanzlei, das Arbeits-, das Bildungs- und das Wirtschaftsministerium, die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern, die Landwirtschaftskammer, die Landesvereinigung Unternehmerverbände, der Landesverband der Freien Berufe Rheinland-Pfalz e.V., der Einzelhandelsverband, der Hotel- und Gaststättenverband sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Gewerkschaften IG BCE, IG Metall und ver.di.

Weitere Teilnehmer des Runden Tisches „MINT“ sind unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Jugendministeriums, des Wissenschaftsministeriums, aus Kommunen und Regionen, der Schulen, der Hochschulen, der Schulaufsicht, des Pädagogischen Landesinstituts, der Chemieverbände, der Metall- und Elektroverbände, des Deutschen Vereins zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts e.V. (MNU), von Stiftungen wie dem „Haus der kleinen Forscher“ oder Pfalzmetall und der Transferagentur Rheinland-Pfalz-Saarland.


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