In den Startlöchern:

Sachsen testet länderübergreifendes Abitur

In Vorbereitung auf das länderübergreifende Abitur im kommenden Frühjahr schreiben Schüler aus sechs Bundesländern bereits in diesem Herbst gemeinsame Klausuren in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch.

25.09.2013 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus

"Das Ziel der Klausuren besteht in erster Linie darin, den Schülerinnen und Schülern die Aufgabenformate bekannt zu machen. Und natürlich wollen die an dem gemeinsamen Abitur beteiligten Schulbehörden das Verfahren testen, bevor es dann im kommenden Frühjahr ernst wird", begründete Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth den Testlauf. Der Test für das länderübergreifende Abitur beginnt am Freitag, 27. September, mit einer Deutschprüfung, wird fortgesetzt mit einer Englischarbeit am 5. November und endet mit einer Mathematikklausur am 11. Dezember. An den zentralen Klausuren oder schriftlichen Leistungsüberprüfungen nehmen alle Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrganges teil, die in diesem Fach die Abiturprüfung im Leistungskursfach schreiben werden. Die Prüfungen schreiben die Schüler in allen sechs Bundesländern zur gleichen Zeit.

Die Länder Bayern, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Sachsen hatten sich zuvor darauf verständigt, in diesem Schuljahr erstmalig in Deutschland ein gemeinsames Abitur in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch durchführen. Dazu werden den Schülern in den genannten Fächern die identischen Aufgaben oder identische Aufgabenteile gestellt. Auch eine der größten Hürden haben die Länder im Vorfeld des länderübergreifenden Abiturs aus dem Weg geräumt. Trotz unterschiedlicher Ferientermine für das Schuljahr 2013/14 verständigten sich die Länder auf einheitliche Prüfungstermine. "Damit erbringen wir den Nachweis, dass mehr Gemeinsamkeit und Vergleichbarkeit im deutschen Bildungssystem auch praktisch möglich ist", sagte Kultusministerin Brunhild Kurth. Die Initiative zum gemeinsamen Abitur ist nach Ansicht der Ministerin nicht nur ein Gebot der Fairness gegenüber den Schülern, sondern sei auch die passende Antwort auf die zunehmend geforderte Mobilität der Menschen in Deutschland.

Mit ihrer Initiative für ein gemeinsames Abitur gehen die sechs Bundesländer einen deutlichen Schritt weiter als die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz. So hatten sich die Bundesländer auf der Ebene der Kultusministerkonferenz lediglich auf gemeinsame Bildungsstandards in Deutsch, Mathematik sowie Englisch/Französisch geeinigt. Dazu soll ein bundesweiter Aufgabenpool eingerichtet werden, an dem sich die Länder orientieren können, aber nicht müssen.


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