Digitalkompetenz

Safer Internet Day

Der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, nimmt den Safer Internet Day zum Anlass zu bemerken: „Es ist wirklich interessant zu lesen, dass es bei Politik und Gesellschaft eine hohe Aufmerksamkeit für die Themen Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern und die dafür notwendige Fortbildung von Lehrkräften gibt."

11.02.2020 Bundesweit Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)
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"Ich wünschte bloß, dass all dies keine leeren Worte wären. Der VBE weist, belegt durch Zahlen repräsentativer Umfragen, seit mehreren Jahren darauf hin, dass die Ausstattung in den Schulen mangelhaft ist und quantitativ und qualitativ nicht ausreichend Fortbildungen angeboten werden. Die Frage bleibt: Wann folgen den wohlmeinenden Worten von heute die notwendigen Taten?“

Nach jahrelangem Ringen wurde 2019 der fünf Milliarden schwere Digitalpakt vom Bund bereitgestellt. Dieser dient auch dazu, die bereits 2016 aufgestellte Digitalstrategie der KMK umzusetzen. Hier wurde formuliert: „Ziel ist dabei, dass alle Schülerinnen und Schüler, die zum Schuljahr 2018/19 in die Grundschule eingeschult werden oder in die Sekundarstufe I eintreten, bis zum Ende der Pflichtschulzeit die in diesem Rahmen formulierten Kompetenzen erwerben sollen.“ Allerdings zeigte eine Umfrage des Tagesspiegels, dass sieben Monate nach Beschluss des Digitalpakts in manchen Bundesländern kein einziger Antrag bewilligt worden ist.

„Und so bestätigt sich das Ergebnis der von uns 2019 in Auftrag gegebenen, repräsentativen forsa-Umfrage unter Schulleitungen, dass es nur an einem Drittel der Schule Klassensätze an digitalen Endgeräten für Schülerinnen und Schüler gibt sowie ebenfalls nur an einem Drittel die Internet-Infrastruktur vorhanden ist. An Fortbildungen haben erst zwei Drittel der Lehrkräfte teilgenommen. Und das Schlimmste: Nur 20 Prozent der Schulleitungen berichten, dass sich Lehrkräfte ihrer Schule Kenntnisse zum Umgang mit digitalen Endgeräten in der Lehrkräfteausbildung aneignen konnten. Das Lob der Medienkompetenz und die großen Worte verkommen anhand dieser Ergebnisse zu Makulatur“, so Beckmann.


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