Ländervergleich

Schleswig-Holstein hinkt hinterher

Der Bildungserfolg eines Kindes hängt skandalöserweise immer noch in erheblichem Maße von der sozialen Herkunft ab. Schleswig-Holstein weist gegenüber den führenden Bundesländern immer noch einen beträchtlichen Rückstand auf. Nichts wirklich Neues offenbart der Grundschul-Ländervergleich, den die Kultusministerkonferenz heute (5.10.2012) in Berlin vorstellte.

05.10.2012 Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

"Leistungen von Grundschülerinnen und -schülern eignen sich nicht für ein Ranking nach dem Muster einer Bundesliga-Tabelle. Nichtsdestominder sind die Ergebnisse nicht nur in sozialer Hinsicht bedenklich. Rund ein halbes Jahr Rückstand schleswig-holsteinischer Kinder beim Rechnen gegenüber Kindern aus Bayern ist ein klarer Auftrag an die Bildungspolitik. Sie muss an den Grundschulen endlich für bessere Bedingungen zu sorgen", sagte Bernd Schauer, Landesgeschäftsführer der Bildungsgewerkschaft GEW, zu der Studie am Freitag, 5. Oktober 2012 in Kiel.

Schleswig-Holstein dürfe sich nicht mit dem "Status eines bildungspolitischen Armenhauses" zufrieden geben, so der GEW-Landesgeschäftsführer. Deshalb sei es wichtig, alle durch den Schülerrückgang frei werdenden Stellen im Bildungssystem zu belassen. "Diese Stellen können zum Beispiel an den Grundschulen für kleinere Klassen eingesetzt werden, aber auch für eine überfällige Arbeitszeitverkürzung für die Grundschullehrerinnen und –lehrer. Davon würden dann auch die Schülerinnen und Schüler in hohem Maße profitieren." Was den Rückstand im Rechnen betreffe, müsse auch über eine veränderte Lehrerausbildung und eine intensivere Fortbildung nachgedacht werden.

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

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