Jugend forscht

Schülerforschungszentren ermöglichen wirkungsvolle MINT-Talentförderung

Angesichts des sich verschärfenden Fachkräftemangels ist es wichtig, die vorhandenen Begabungspotenziale noch wirkungsvoller zu identifizieren und auszuschöpfen. Vor allem im Bereich von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) erweist es sich als zielführend, künftig stärker auf individuelle Förderung und forschendes Lernen zu setzen. Diese beiden pädagogischen Konzepte werden auf vorbildliche Weise an Schülerforschungszentren verwirklicht. Sie greifen damit einen im Sport- und Musikbereich bewährten Ansatz auf: So sind Schulen nicht die einzigen Orte, an denen talentierte junge Sportlerinnen und Musiker gefördert werden. Außerschulisches Lernen findet seit Jahrzenten sehr effektiv in Sportvereinen und an Musikschulen statt.

06.08.2013 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Aufgrund der Chancen für die Nachwuchsförderung, die mit diesen außerschulischen MINT-Bildungszentren verbunden sind, haben der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), die IHK Darmstadt, LernortLabor – Bundesverband der Schülerlabore e. V. und die Stiftung Jugend forscht e. V. gemeinsam einen Leitfaden für den "Aufbau regionaler Schülerforschungszentren" erarbeitet. Die neue Publikation ist als Best Practice-Handreichung konzipiert und soll vor allem regionale Entscheidungsträger in die Lage versetzen, auf diesem Feld selbst aktiv zu werden und den begonnenen Prozess der Gründung von Schülerforschungszentren weiter voranzutreiben. Deutschlandweit gibt es derzeit rund 25 dieser besonderen MINT-Lernorte. Die Entwicklung steht also im Vergleich zu Sportvereinen und Musikschulen noch am Anfang. Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass es zielführend ist, den Aufbau von Schülerforschungszentren dezentral "von unten" zu organisieren und vor allem auf regionale Kooperationen zu setzen.

"Um zukunftsfähig zu sein, braucht Deutschland eine gute Infrastruktur zur individuellen Förderung von MINT-Talenten. Schülerforschungszentren sollten daher in unserer künftigen Bildungslandschaft eine wichtige Rolle spielen", sagt Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des DIHK: "In den Regionen stellen Schülerforschungszentren nicht zuletzt auch ein attraktives Freizeitangebot für Jugendliche mit ausgeprägtem Interesse an naturwissenschaftlich-technischen Fragestellungen dar. Und Unternehmen erhalten die Chance, diese Jugendlichen für technische Berufe zu gewinnen.

"Vom Konzept, über Aufbau und Finanzierung bis hin zur Didaktik – Bildungsexperten und die "Macher" bereits bestehender Schülerforschungszentren berichten in dem Leitfaden über ihre Erfahrungen bei der Gründung dieser Freizeitlernorte. Die Publikation, die aus einer gemeinsamen Fachtagung unter Führung des DIHK hervorgegangen ist, umfasst auch eine umfangreiche Dokumentation einschließlich eines Pools von Kontaktadressen für weiterführende Informationen.

Die Publikation ist im Buchhandel unter der ISBN-Nr. 978-3-942406-15-4 erhältlich. Auf www.jugend-forscht.de/service/infomaterial-downloads.html finden Sie das PDF-Download.

Pressekontakt:

  • DIHK: Berit Heintz, Tel.: 030 20308-2513, heintz.berit@dihk.de
  • Stiftung Jugend forscht e. V., Dr. Daniel Giese, Tel.: 040 374709-40, presse@jugend-forscht.de
  • IHK Darmstadt, Marion Valter, Tel.: 06151 871-256, info@tecnopedia.deLernortLabor – Bundesverband der Schülerlabore e. V., Dr. Olaf J. Haupt, Tel.: 04349 7992971, presse@lernort-labor.de

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