Bayern

Schulen und Bibliotheken arbeiten bei der Vermittlung von Informationskompetenz zusammen

Wie kommt man an Informationen für eine Seminararbeit oder ein Referat? Wie geht man mit den vorliegenden Informationen um? Die Schülerinnen und Schüler an Gymnasien sowie an Fach- und Berufsoberschulen setzen sich beim Erstellen von Seminararbeiten und Referaten mit Fragen dieser Art auseinander. Sie erwerben in der Sekundarstufe II die Kompetenz, wissenschaftliche Literatur und Informationen zu recherchieren, zu beschaffen, zu bewerten und weiterzuverarbeiten.

07.11.2012 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Um darüber zu beraten, wie Schülerinnen und Schüler diese Informationskompetenz am besten erwerben, welche Angebote ihnen hier unterbreitet werden können und welche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen dafür nötig sind, trafen sich am Montag an der Technischen Universität in München rund 50 Lehrerinnen und Lehrer sowie Bibliothekarinnen und Bibliothekare zu einem gemeinsamen Workshop. Bereits im März letzten Jahres hatte an der Universitätsbibliothek Augsburg eine erste Tagung stattgefunden, bei der inhaltliche Standards für die Vermittlung von Informationskompetenz vorgestellt und diskutiert wurden. Diese bildeten den Ausgangspunkt der Gespräche in München, die nun die didaktischen und organisatorischen Standards der Vermittlung von Informationskompetenz für Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt stellten. Grundlage hierfür war ein Positionspapier der Veranstalter der Tagung, der Arbeitsgruppe Informationskompetenz im Bibliotheksverbund Bayern (AGIK BAY) und des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung / LESEFORUM BAYERN. Die Ergebnisse des Austausches von Lehrern und Bibliothekaren fließen in die Überarbeitung der vorgestellten Standards mit ein. Vor allem der Dialog zwischen Lehrkräften und Bibliotheken sowie die Schulung von Lehrkräften soll weiter intensiviert werden, um noch gezielter und effektiver auf die unterschiedlichen fachlichen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingehen zu können. Hierzu dienen auch E-Tutorials und auf die jeweiligen Interessen abgestimmte Fortbildungsmodule. Einige ausgewählte Fortbildungsangebote der bayerischen wissenschaftlichen Bibliotheken wurden auf der Tagung vorgestellt.

Die Zusammenarbeit von Schulen und Bibliotheken am Wissenschaftsstandort Bayern bildet eine Grundlage dafür, dass sich die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit zur wissenschaftlich fundierten Informationsrecherche sowie den professionellen Umgang mit Informationen aneignen. Diese Kompetenz ist die Grundlage für die Studierfähigkeit der Schülerinnen und Schüler und damit Voraussetzung dafür, dass die jungen Menschen ein Studium erfolgreich absolvieren können.

Die bayerischen Hochschulbibliotheken und staatlichen Bibliotheken unterstützen die Schulen bei der Vermittlung von Informationskompetenz durch ein breites Angebot an Kursen und Schulungen. Durch vielfältige Möglichkeiten wie beispielweise die der Fernleihe oder des Zugangs zu Datenbanken stellen sie eine wertvolle Ergänzung des Medienangebots der Schulen dar.

Seit 2006 zeichnet das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus zusammen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken in Bayern, die besonders intensiv und beispielhaft mit Schulen zusammenarbeiten, mit dem Gütesiegel "Bibliotheken - Partner der Schulen" aus.


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