Nordrhein-Westfalen

Schulentwicklung braucht systematische Lehrerfortbildung

Eine systematische Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer zur Unterstützung von Schulentwicklung und individueller Förderung der Schüler sowie mehr pädagogische Initiativen im Sinne "längeren gemeinsamen Lernens" sind die zentralen Forderungen auf dem diesjährigen Gesamtschultag der GEW. Die Bildungsgewerkschaft setzt sich für ein neu konzipiertes Lehrerfortbildungsinstitut in NRW ein.

30.03.2011 Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen

"Gesamtschulen sind bei den Eltern hoch nachgefragt, weil die Mehrheit der Eltern für ihre Kinder 'längeres gemeinsames Lernen' wünschen und eine zu frühe Entscheidung über die Schullaufbahn vermeiden wollen", erklärte dazu die Landesvorsitzende der GEW, Dorothea Schäfer, in ihrem Grußwort auf der Fach- und Fortbildungstagung der Gewerkschaft in der Gesamtschule Gartenstadt in Dortmund.

Ein Blick auf das Programm des Gesamtschultages zeigt die aktuelle bildungspolitische und pädagogische Themenpalette: Inklusion, individualisiertes Lernen und Umgang mit kultureller Vielfalt. Der Umgang mit Heterogenität sei zwar in Gesamtschulen für Lehrerinnen und Lehrer selbstverständlich, so die GEW-Vorsitzende, die selber jahrelang an einer Gesamtschule unterricht hat. Nach wie vor bestehe aber großer Handlungsbedarf seitens des Schulministeriums. Schäfer wörtlich: "Die Fortbildungsnachfrage zu diesen Themen ist groß und zeigt ein hohes Innovationsinteresse in den Kollegien. Hier müssen wir ansetzen."

Die GEW fordert deshalb eine Fortbildungsinitiative zur Inklusion und individuellen Förderung mit neuen Strukturen. Schäfers Vorschlag: "Die Landesregierung muss jetzt das von schwarz-gelb abgeschaffte Landesinstitut für die Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer konzeptionell neu aufbauen."


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